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Immer wieder Pannen am Kreis-Archiv?

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Die letzten Arbeiten laufen gerade am Kreisarchiv in Altena – mit kaum Verzögerungen, wie die Pressestelle des Kreises erklärt. Auch bei den Kosten von etwas über 6 Millionen Euro bleibt es.
Die letzten Arbeiten laufen gerade am Kreisarchiv in Altena – mit kaum Verzögerungen, wie die Pressestelle des Kreises erklärt. Auch bei den Kosten von etwas über 6 Millionen Euro bleibt es. © Wiechowski, Jona

Viele Pannen beim Bau des Kreisarchivs will ein Anwohner der Bismarckstraße gesehen haben und wandte sich an die Redaktion. Wir konfrontierten den Märkischen Kreis mit den Beobachtungen. Pressesprecher Alexander Bange betont: „Der Vorwurf, dass es immer wieder zu Pannen gekommen sei, entspricht nicht den Tatsachen.“

Altena – Konkret berichtet der Anwohner von einem Loch in der Straße nahe des Archivs, das vier Mal ausgehoben und wieder zugeschüttet worden sein soll. Erst sollen dort Versorgungsleitungen verlegt worden sein; dann habe „der Anschluss wohl doch nicht“ gepasst; dann habe man festgestellt, dass das Glasfaserkabel, das ein Jahr zuvor in der ganzen Bismarckstraße verlegt worden war, nicht ans Archiv angeschlossen worden war. Auch habe man vergessen, den Strom anzuschließen.

„Nicht für Beeinträchtigung verantwortlich“

Bange erklärt: „Richtig ist: Die Baustelle in der Bismarckstraße dient der Versorgung des Kreisarchivs und steht insofern im Zusammenhang mit dem Bau des Kreisarchivs.“ Es handele sich dabei jedoch um eine Baustelle unterschiedlicher Versorger, etwa für die Verlegung von Stromleitungen, Glasfaser und Leitungen für die Telekommunikation und unterliege demnach nicht der Bauleitung des Kreises. Bange macht klar: „Der Märkische Kreis hat hier keine eigene Zuständigkeit und ist insofern auch nicht für die Beeinträchtigungen in der Bismarckstraße verantwortlich!“ Warum die Arbeiten hier nicht zum Abschluss kommen, entziehe sich der Kenntnis des Kreises. „Dass die Straße mehrfach geöffnet wurde, ist auf die Arbeiten der unterschiedlichen Versorger zurückzuführen, auf welche der Märkische Kreis keinen Einfluss hat.“ Auch seien keine Anschlüsse vergessen worden – das hatte der Anwohner mit Blick auf die Stromleitung beobachtet haben wollen.

Fenster durchaus dicht

„Ich weiß nicht, wie oft an den Fenstern nachgebessert wurde, weil sie wohl nicht dicht sind“, schildert der Anwohner weiter. Bange erläutert: „Dass an der Fensteranlage mehrfach gearbeitet wurde, entspricht einem ganz regelmäßigen Baufortschritt.“ Er zählt die Montage der Beschläge, Einstellungen und die Montage des Sonnenschutzes als Beispiele auf.

Keine Mehrkosten

Anders als vom Anwohner befürchtet, sei es laut Bange zu keinen Mehrkosten durch jene genannten, möglichen Pannen gekommen. Die Baukosten lägen bei rund 6,07 Millionen Euro – und damit ziemlich genau bei dem, was bereits beim Baustart vor gut zwei Jahren genannt worden war. „Seit Beginn der Rohbauarbeiten im Sommer 2020 gab es in diesem Projekt kaum Verzögerungen“, so Bange. „Vor dem Hintergrund eingeschränkter Verfügbarkeiten von Baustoffen und der guten Auslastung der Handwerksbetriebe ist dies äußerst erfreulich.“

Einweihung

Eine offizielle Einweihungsfeier des Kreisarchivs ist für Dienstag, 16. August, geplant. Ein „Tag der offenen Tür“ wird am Sonntag, 21. August, stattfinden.

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