BVB 09: Immer wieder enttäuschte Kunden

ALTENA - BVB Dortmund gegen Bayern München – das ist das Spiel, auf das alle warten. Am Montag beginnt dafür der Vorverkauf, zumindest theoretisch. In der Praxis geht Sylke Müller davon aus, dass sie wieder in viele enttäuschte Gesichter schauen wird.

Müller arbeitet in der AK-Geschäftsstelle, die in Altena einzige Vorverkaufsstelle für die BVB-Tickets ist, und das schon lange. Deshalb weiß die 47-Jährige, wie der Hase läuft. Etwas über 80 000 Zuschauer passen ins BVB-Stadion, über 50 000 Dauerkarten wurden für die laufende Saison verkauft. Bleiben 30 000 Karten für den freien Verkauf, auf die zunächst die BVB-Vereinsmitglieder exklusiven Zugriff haben. Für sie hat der Vorverkauf gestern schon begonnen.

Drei Tage lang läuft der vereinsinterne Vorverkauf – nur das, was dann noch übrig ist, kommt in den freien Verkauf. Deshab weiß Sylke Müller auch erst am Montag um 8.30 Uhr, ob sie den Altenaern noch mit Entrittskarten dienen kann. Eine Prognose wagt sie nicht – außer: „Das wird wohl für die noch verbleibenden Heimspiele sehr, sehr schwierig werden.“ Wenn es überhaupt noch Karten gibt (für das Freitagsspiel gegen Stuttgart könnte das am ehesten noch klappen....), dann muss man nehmen, was man kriegen kann – freie Platzwahl ist nicht drin.

Eigentlich hat Sylke Müller nach Feierabend mit Fußball nichts im Sinn. Einmal allerdings hat sie es doch getan und sich selber eine Karte gekauft: „Die Stimmung in diesem Stadion ist ja wirklich gegantisch“, blickt sie zurück. Seither kann sie jedenfalls all’ diejenigen besser verstehen, die traurig sind, wenn sie in der AK-Geschäftsstelle keine BVB-Karte mehr ergattern können.

von Thomas Bender

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