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Im Einsatz auch an Weihnachten: So feiern Feuerwehr und Rettungsdienst

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Von: Michael Koll

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Marc Freyaldenhoven wünschte sich ein Erinnerungsfoto mit Weihnachtsmann Wolfgang Hoppe, um seinen Kindern zeigen zu können, dass er ihn wirklich getroffen hat.
Marc Freyaldenhoven wünschte sich ein Erinnerungsfoto mit Weihnachtsmann Wolfgang Hoppe, um seinen Kindern zeigen zu können, dass er ihn wirklich getroffen hat. © Koll, Michael

Marc Freyaldenhoven stellt den Kartoffelsalat in den Kühlschrank. Ineke Dietsch rührt derweil in einer Glasschüssel den Nachtisch an. Tiramisu soll es geben.

Dazu haben der Brandmeister und die Notfallsanitäterin noch Bockwürste, Frikadellen und Mettwürstchen vorbereitet – „also ein ganz klassisches Heiligabend-Menü“, wie Freyaldenhoven betont. Unter dem Weihnachtsbaum mit ihren Liebsten saßen die zwei gleichwohl an diesem 24. Dezember nicht. Sie hatten Dienst in der Altenaer Feuerwache – zusammen mit sechs weiteren Kollegen.

„Dabei habe ich zwei ganz kleine Kinder zuhause“, bedauerte der Brandmeister, während seine noch kinderlose Kollegin mit den Schultern zuckt und feststellt: „Wir haben in Altena drei Wachabteilungen, die im Wechsel an den Feiertagen eingeteilt werden – und heute sind halt wir an der Reihe.“

Überraschender Besuch

Angesichts der Leckereien, die sie gemeinsam für den Abend vorbereiten, sind sie dennoch guter Laune. Als der Weihnachtsmann unangekündigt in der Wache auftaucht und für sie ein paar seiner schokoladigen Kollegen auf den Tisch stellt, strahlen die beiden um die Wette.

Zusammen mit Ineke Dietsch bereitete Marc Freyaldenhoven für sich und seine Kollegen das Abendessen vor.
Zusammen mit Ineke Dietsch bereitete Marc Freyaldenhoven für sich und seine Kollegen das Abendessen vor. © Koll, Michael

Diese Überraschung ist Wolfgang Hoppe, der unter dem rot-weißen Kostüm steckt, augenscheinlich gelungen. Als er sich bei den Feuerwehr-Kräften nach den üblichen Einsätzen an Heiligabend erkundigt, sagt die Notfallsanitäterin zunächst: „Die Einsätze sind an solch einem Tag nicht anders, als an jedem anderen Tag auch.“

Einsätze haben eine „ganz andere Dramatik“

Brandmeister Freyaldenhoven möchte nicht näher ins Detail gehen, getreu dem Motto: „Rufe das Unheil nicht herbei.“ Derweil betritt Rettungssanitäter Philipp Wefer den Raum. Er drückt es so aus: „An Tagen wie Heiligabend haben wir bei Einsätzen manchmal schon ein anderes Gefühl – es entwickelt sich eine ganz andere Dramatik.“ Er holt Luft: „Das ist ja ein Tag, an dem man in der Familie feiern und keinen Einsatz zuhause haben möchte.“ Dietsch und Freyaldenhoven nicken.

Das kann auch Weihnachtsmann Wolfgang Hoppe nachvollziehen, berichtet er doch sogleich von einem Einsatz, der an einem seiner Geburtstage stattfand – worüber er aber längst wieder lachen kann.

Hoppe seit vielen Jahren als Weihnachtsmann unterwegs

Und bei seinen Auftritten als Mann mit dem langen weißen Bart lachen auch oft die Augen der Kinder. „Das ist es, was mich seit fünf Jahren antreibt“, erzählt er. „Angefangen habe ich als Weihnachtsmann aus purer Langeweile. Dabei geblieben bin ich aber, weil es einfach soviel Spaß macht.“

Abschließend berichtet er dann noch von dem Augenblick, der ihm aus den vergangenen fünf Jahren am eindrücklichsten in Erinnerung geblieben ist. „Ich wusste bei einem Auftritt, dass eine ältere Dame sich ganz besonders eine Umarmung des Weihnachtsmannes wünscht.“ Hoppe schildert diesen Moment: „Als ich sie dann zum Schluss an mich gedrückt habe, sind bei ihr sofort die Tränen geflossen. Das war schon etwas ganz Besonderes.

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