Umbau hat begonnen

Der neue Standort: Wo einst die Bahnhofsbuchhandlung Krimis verkaufte, zieht demnächst richtige Polizei ein. Friedrich Wilhelm Kraus zeigt die Räume.
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Der neue Standort: Wo einst die Bahnhofsbuchhandlung Krimis verkaufte, zieht demnächst richtige Polizei ein. Friedrich Wilhelm Kraus zeigt die Räume.

Ein paar Wände mussten weichen, es wurde ein neuer Estrich gelegt. Die Arbeiten zum Umbau eines Teils des Bahnhofsgebäudes zur neuen Polizeiwache haben begonnen. Es wird noch dauern, bis die Polizei umzieht, aber ein Anfang ist gemacht. „Im ersten Halbjahr 2022 müssen wir fertig werden“, berichtet Friedrich Wilhelm Kraus, der Miteigentümer des Gebäudes.

Altena – Die Estricharbeiten, ausgeführt von einer Fachfirma aus Hagen, wurden am Donnerstag abgeschlossen. Sie dienen auch dazu, gewisse Höhenunterschiede im Geschoss auszugleichen. „Der Boden musste egalisiert werden“, erklärt Friedrich Wilhelm Kraus.

Der Umbau ist nicht einfach. Das Gebäude ist über 150 Jahre alt, es steht außerdem unter Denkmalschutz. Und es war im Vorfeld mit großen Behörden zu verhandeln – wie etwa dem Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste in Duisburg. Natürlich saß auch die Kreispolizeibehörde in Iserlohn stets mit im Boot. Wegen des Denkmalschutzes habe man sichzudem auch stets mit der Unteren Denkmalbehörde abstimmen müssen. Gespräche und Telefonate, die aber stets in guter Atmospäre verlaufen seien, wie sich Kraus erinnert. „Das war immer hilfreich – und eine Freude“, fasst der Miteigentümer zusammen. Es habe stets „ein gutes Entgegenkommen“ gegegeben. Und doch waren Hürden zu überwinden, denn für eine Polizeiwache gelten strenge Sicherheitsauflagen. Stichworte: Beschusssichere Fensterscheiben oder Sicherheitsschleuse. Es handele sich bei den Vorgaben nicht um einzelne Seiten – „das sind Bücher“, sagt Friedrich-Wilhelm Kraus.

Die beiden Bahnhofseigentümer, Friedrich-Wilhelm Kraus und Andreas Opitz, können für die anstehenden Umbauarbeiten auf die Fachkenntnisse einer Baufirma setzen, die schon mehrere Polizeiwachen gebaut hat. Entsprechendes Fachwissen ist also gesichert. Zudem blicken Kraus und Opitz ohnehin auf jahrelange Erfahrungen in der Immobilienbranche zurück. Und so ist der Miteigentümer zuversichtlich: „Das wird schon, ich bin guter Dinge.“ Rund 500 Quadratmeter werden der Polizei auf zwei Etagen zur Verfügung stehen.

500 Quadratmeter Platz

Seit 2014 befindet sich die Provinzial-Agentur im Bahnhofsgebäude. Davor lag schon gutes Stück Arbeit. „Das Gebäude war ja total vergammelt“, erinnert sich Kraus. Kraus und opitz hatten es im Jahr 2006 für einen symbolischen Euro von der Stadt gekauft, nachdem die Bahn den Bahnhofsbetrieb eingestellt hatte. Die Verhandlungen mit der Polizeibehörde liefen immerhin seit 2016. Im Sommer vergangenen Jahres konnte dann der Mietvertrag unterschrieben werden. „Wir sind froh, dass die Polizei in Altena bleibt“, fasst Friedrich Wilhelm Kraus zusammen. „Das ist wichtig für die Stadt.“

Das Bahnhofsgebäude, aber auch das Umfeld werde weiter aufgewertet. „Die Polizei am Bahnhof zu haben, das ist sowieso nicht verkehrt,“ meint Kraus. Mit Blick auf die langen Verhandlungen und darauf, dass es auch andere Interessenten gegeben habe, sagt er: „Es ist doch gut, dass wir so lange gewartet haben.“

Umfeld wird aufgewertet

Ein wenig warten muss auch Markus Nowak noch, der Leiter der Polizeiwache an der Marktstraße. Bis er Umzukskartons packen kann, wird noch ein bisschen Wasser die Lenne runterfließen. Die Übergabe sei für den 31. Mai 2022 angesetzt. „Aber dann müssen erst noch unsere Techniker da rein.“

Ein wenig hänge sein Herz ja an der alten Wache. „Hier habe ich 1999 angefangen“, berichtet Markus Nowak aus seiner Laufbahn. Verkehrstechnisch sei der neue Standort aber auf jeden Fall ein Vorteil für die Polizei.

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