Ideen für den Klassentrakt

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Rund 50 Besucher kamen zur Eröffnung der Knerlingwoche. ▪

ALTENA ▪ Zur Eröffnung der Knerling-Woche und der Ausstellung zu Geschichte und Zukunft dieses Stadtteils fanden sich am Sonntagnachmittag rund 50 Gäste in der alten Grundschule ein. Zu dieser Veranstaltung hatte der Generationentreff Knerling eingeladen.

Thema war der mögliche Umbau des Klassentraktes der ehemaligen Schule. Das Projekt wurde vorgestellt von Professor Sven Geiss von der Alanus-Hochschule in Bonn. Mit einigen seiner Studenten hatte Prof. Geiss eine sogenannte Studienarbeit erstellt. Dabei beschäftigten sie sich mit der Frage, wie denn der Klassentrakt der Grundschule wieder einer Nutzung zugeführt werden könne. Das Projekt umfasst sieben Lösungsvorschläge, wovon Prof. Geiss am Sonntagnachmittag vier vorstellte.

Die erste Idee der Studie umfasste die Einrichtung einer Appartement-Anlage, die in erster Linie älteren Nutzern zur Verfügung stehen könnte. Denkbar sei auch, eine Form des betreuten Wohnens anzubieten. Dies hätte unter anderem zur Folge, dass auch ältere Bewohner den Knerling nicht verlassen müssten und ein Wegzug damit verhindert werden könne. Die zweite mögliche Lösung - die „Miteinander-Lösung“ - umfasst das Angebot eines Mehrgenerationenhauses. Hier sollen Wohnungen in verschiedenen Größen zur Verfügung stehen. Das Angebot könnte kleine Appartements für Singles, aber auch größere Wohnungen für Familien und ältere Mitbürger umfassen. Die dritte Überlegung geht von einer großen Wohngemeinschaft aus. Jede der vorhandenen Etagen könne als eine große Wohnung hergerichtet werden und von den von mehreren Personen genutzt werden. Die vierte der vorgestellten Lösungen setzte ganz auf eine „schöne Aussicht“. Auch hier war der Gedanke an ein Mehrgenerationenhaus Grundlage. Allerdings sollte der hintere Teil des Traktes völlig neu gestaltet werden. Glasfronten und großzügige Balkone sollten für Helligkeit im Gebäude sorgen und schöne Aussicht liefern. Als Vertreterin der Stadtverwaltung war Anette Wesemann anwesend. Für die Baugesellschaft - die maßgeblich an der Umgestaltung des Knerlings beteiligt war- war Cornelia Schneider zugegen.

Vorbereitet wurde das Programm „Gemeinsam für eine lebenswerte Nachbarschaft“ von Baugesellschaft, Verwaltung und den Mitarbeitern des Generationentreffs. Dessen Sprecher, Klaus Löttgers: „Die Veranstaltung wird die ganze Woche laufen. Geboten werden Informationsnachmittage, Gespräche und am Freitagabend auch noch eine Disco.“ Am Sonntagmorgen dann wird die Knerling-Woche mit einem Frühschoppen enden. Musikalisch begleitet wurde die Eröffnung vom Shanty-Chor Werdohl. ▪ Von Hartwig Bröer

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