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Per Videokonferenz: Bürgerpreis geht an Christiane Frebel

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Von: Ilka Kremer

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Christiane Frebel engagiert sich in vielen Bereich ehrenamtlich. Unter anderem ist sie in der Pfarrei St. Matthäus Initiatorin und Organisatorin der Gesprächsreihe „Rotes Sofa“, auf dem sie hier mit Patrick Schnell sitzt.
Christiane Frebel engagiert sich in vielen Bereich ehrenamtlich. Unter anderem ist sie in der Pfarrei St. Matthäus Initiatorin und Organisatorin der Gesprächsreihe „Rotes Sofa“, auf dem sie hier mit Patrick Schnell sitzt. © Archiv

Seit 2000 wird in Altena jährlich der Bürgerpreis an Menschen aus der Burgstadt verliehen, die sich in besonderem Maße ehrenamtlich engagieren. In diesem Jahr geht der Preis an Christiane Frebel.

Altena – Verliehen hat ihn ihr am Sonntag der Bürgermeister während des Neujahrsempfanges – jedoch nur virtuell: „Die stets positiv eingestellte Preisträgerin wurde leider ebenso getestet und befindet sich in häuslicher Quarantäne“, erklärte Uwe Kober. So war die 56-Jährige per Videoanruf zugeschaltet, um die Bürgerehren zu empfangen.

„Wieso denn ich? Ich mache doch nichts Besonderes.“ Mit diesen Worten habe Christiane Frebel, wie viele Ausgezeichnete zuvor, auf die Nachricht reagiert, dass sie den Bürgerpreis erhalten soll. „Diese Menschen tun in ihrer Freizeit einfach etwas für andere und das ist für sie selbstverständlich – sie wollen keinen Dank dafür“, schilderte Kober seine Erfahrungen mit Bürgerpreisträgern. Eben ein solcher Mensch sei auch Christiane Frebel. „Sie macht’s einfach.“

Und die Liste ist lang: Die ausgebildete Kinderkrankenschwester und heute hauptberufliche Leiterin des Familienbüros der Caritas engagiert sich beim Stellwerk als Pflanzpatin, ist Initiatorin und Mitorganisatorin des „Café International“. Die 56-jährige Mutter zweier mittlerweile erwachsener Kinder gilt als „Flüchtlingskümmerin“, sie betreute die Großfamilie Basil sowie Timothy Bendipo Beyemgma und aktuell eine alleinerziehende Mutter mit Zwillingen. Frebel ist seit April 2016 im Regionalbeirat der Volksbank (Altena/Werdohl/Plettenberg/Neuenrade) und kann dort direkt Einfluss auf die Vergabe von Fördermitteln für soziale Projekte nehmen. Sie ist seit vielen Jahren sachkundige Bürgerin im Rat der Stadt Altena – früher für Schul-, Sport- und Kultur, heute für Soziales. Weiter vertritt sie die Stadt Altena in der Mitgliederversammlung der Musikschule Lennetal.

In der Katholischen Kirchengemeinde St. Matthäus gehört sie seit 2002 dem Pfarrgemeinderat an, seit 2006 mit Funktion im Vorstand. Ihre Schwerpunkte: Ökumene, Gestaltung des Pfarreientwicklungsprozesses, Kontaktpflege zur Partnergemeinde in der Normandie, das Projekt „Froh@Heim“ nach der Hochwasserkatastrophe, Ökumenisches Frauenfrühstück, Gesprächsreihe „Rotes Sofa“. Frebel ist Initiatorin und Organisatorin für die Sternsinger, das Stadt-Adventsfenster sowie das Kirchencafé. Außerdem singt sie im Kirchenchor, ist Kommunionhelferin und Wortgottesdienstleiterin. Neben all diesen Aktivitäten ist sie zudem seit 2017 Mitglied im Diözesanrat des Bistums Essen, dem höchsten Laiengremium im Bistum. Auf Bistumsebene arbeitet sie im Rahmen des Dialogprozesses in der Projektgruppe „Willkommenskultur“ mit.

Wieso sie das alles macht? „Was wäre die Gesellschaft ohne das Ehrenamt?“, fragte sie in die Runde und erklärte: „Die Stadt und ihre Menschen liegen mir am Herzen und das möchte ich allen zeigen“. Sie habe Empathie, einen Blick für die Menschen und eine Familie, die sie unterstütze. „An erster Stelle mein Mann, der mich machen lässt, mich aber auch wieder einfängt und auf mich aufpasst“, verriet sie den Gästen des Neujahrsempfangs sichtlich gerührt. Seit 2011 laute ihr Motto: „Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat bereits verloren.“ Das habe sich zunächst auf körperliche Gesundheit bezogen, sei aber auf alle Lebenslagen übertragbar. „Darum, solange wir noch Zeit haben, lasst uns Gutes tun an jedermann“, zitierte sie abschließend aus dem Galaterbrief (Neues Testament).

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