„Ich hoffe, sie spendieren uns ein Taxi“

Jörgen Kuhnke stellte seine Geschmacksverven unter Beweis.

ALTENA - „Uns kann man nicht beschreiben, uns muss man erlebt haben“- das Motto der Abschlussklässler der Richard-Schrimann-Realschule war am Donnerstag Programm. Schrille Trillerpfeifen und röhrende Vuvuzelas kündigten die 56 Schüler schon in der Innenstadt an. Beim Schulsturm auf dem Schulhof ging es dann richtig rund. Von Carolin Hüppe

Das Organisationsteam rund um Isabell Schapendonk und Katharina Gomolka hatte sich kleine Spiele einfallen lassen, um sich bei ihren Lehrern für die vergangenen Jahre zu revanchieren. Jedem Lehrer hatten die Schüler ein spezielles Lied ausgewählt.

Für wen es gedacht war, mussten diese allerdings selbst erraten. Von „Ich wär so gerne Millionär“ von den Prinzen, für den angeblich unterbezahlten Referendar, über das Sandmännchenlied als Charakteristikum für den langjährigen Klassenlehrer - beim Schulsturm bekam jeder eine kleine Lektion erteilt. Am ärgsten erwischt hatte es gestern allerdings Katharina Franke und Ernst Hoff.

Als Klassenlehrer mussten sie viel aushalten. Und dabei prangte auf den T-Shirts der Realschüler doch groß „Don‘t hassel the Hoff“, was so viel bedeutet, wie „Ärgere den Hoff nicht.“ „Ich werde sie trotzdem vermissen“, resümierte Katharina Franke zum Schluss und nahm es mit Humor. „Ich hoffe nur, sie spendieren uns ein Taxi, denn so können wir nicht Autofahren“, schmunzelte die plitschnasse Klassenlehrerin.

Denn nicht nur Wasserbomben, sondern gleich ganze Wassereimer ergossen sich auf das Lehrerkollegium und die jüngeren Schüler, so dass garantiert niemand trocken nach Hause ging.

Ein kulinarischer Test wartete auf Geschichtslehrer Jörgen Kuhnke. Mit verbundenen Augen musste er die Farben von Gummibärchen erraten. Keine leichte Aufgabe, wie sich herausstellte. Rund ging es auch bei der Reise nach Jerusalem. Hier sicherte sich der stellvertretende Schulleiter Detlef Surminsiki den Sieg vor Katharina Franke.

Von den 56 Schülern, die gestern ihren letzen Schultag hatten, haben 26 den qualifizierten Abschluss geschafft. Drei verlassen die Realschule mit Hauptschulabschluss.

Wie es jetzt weiter geht, ist für die meisten schon klar. „Ich mache in Lüdenscheid eine Ausbildung zum Industriemechaniker“, erzählte der 16-jährige Benedikt Spies stolz. Carsten Placzek dagegen wird ab dem kommenden Schuljahr das Burggymnasium besuchen, um seinem Traumberuf Polizist näher zu kommen.

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