Simone Schmidtke soll Werbung für Burgaufzug machen

Simone Schmidtke

ALTENA ▪ Auf die Frage, wie denn ihre Tätigkeit so recht zu umschreiben sei, denkt Simone Schmidtke nur einen Augenblick nach. Dann kommt es wie aus der Pistole geschossen: „Ich bin Leerstands-Managerin“. – Seit dem 15. November 2011 ist die junge Frau am Ort tätig, seit dem 1. Januar 2012 wohnt sie auch an der Lenne.

Von Johannes Bonnekoh

Die studierte Kommunikationsfachfrau mit dem Titel „Master of Art“ hat genau zwei Jahre lang Zeit, die Leerstände in der Innenstadt neu mit Leben zu füllen. „Und den Tourismus anzukurbeln“, wie sie gleich anfügt.

Zur Zeit ist die 24-Jährige, die während ihrer Studienzeit in Siegen und Essen bei der Südwestfalenagentur jobbte, dabei, „viel Recherchearbeit zu erledigen.“

Sie habe vor, sich bei allen Einzelhändlern entlang der Lennestraße vorzustellen. Sie suche nicht nur den Kontakt, sie suche den Schulterschluss mit den Mitgliedern des „Vereins für bürgerschaftliches Engagement“, ihrem Arbeitgeber, und hat zur Zeit „viele Ideen im Kopf.“ Eine davon: Ein Projekt anzuschieben, das als Überschrift „Jugend belebt Leerstand“ tragen könnte. Mehr will die junge Frau noch nicht verraten. „Es ist alles noch in der Planung.“

Sie arbeite eng mit der Stadtverwaltung zusammen und sei dabei, Grundsätzliches konzeptionell zu entwickeln und aufzubereiten. Das benötige aber Zeit, die sie sich auch nehme. Die Altenaer, mit denen sie Kontakt hat oder sucht, beschreibt die Siegenerin als „freundliche Menschen, die auf andere zugehen.“ Da gebe es überhaupt keine Berührungsängste.

Wie will sie denn nun die beträchtlichen Leerstände beseitigen, wie weit ist das Projekt Krämerdorf schon gediehen? Konkretes ist Simone Schmidtke nicht zu entlocken. Doch setzt sie sich regelmäßig mit den Mitgliedern der verschiedenen Arbeitsgruppen im „Verein für bürgerschaftliches Engagement“ zusammen und plant, langfristig auch eine eigene Bürgerversammlung abzuhalten, „um mal dazustellen, was ich so mache.“

Davon, was sie so treibt, können sich Interessierte gerne selbst ein Bild machen. Denn Simone Schmidtke ist täglich „zumindest vormittags regelmäßig im Stadtinformationsbüro 2015“ an der Lennestraße anzutreffen. Sie tummele sich viel in der Stadt, sie knüpfe Kontakte, sie informiere sich. „Ich wiederhole noch mal: Im Moment bin ich dabei, ganz viel Recherchearbeit zu betreiben. Das ist einfach nötig, um gut voranzukommen.“

Dass in Altena viel von den Bürgern bewegt wird, hat sie schon mitbekommen. Und so manchen Abend sei sie im ersten Vierteljahr auch erst spät in der Nacht die 80 Kilometer nach Hause gefahren.

Ein wesentlicher Schwerpunkt ihrer Tätigkeit werde das Bewerben des Burgaufzuges sein, sagt sie. Wenn das Objekt 2013 fertig gestellt sei, müsse Land auf und ab bekannt sein, was zum Beispiel den Tagesbesucher an der Lenne erwartete. Auch da gelte es, Konzepte zu entwickeln, Partner zu suchen. Zwei Jahre Arbeits- und Vorbereitungszeit seien dafür keine allzu große Zeitspanne, um etwas zu bewegen.

Simone Schmidtke ist dennoch sicher: Mit den Erfahrungen aus der Arbeit bei der Südwestfalenagentur und der Unterstützung vor Ort werde es gelingen. „Altena hat Zukunft“, sagt sie. Und das klingt nicht auswendig gelernt, sondern überzeugt.

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