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Auch in Altena: Hundesteuer bringt mehr Geld ein

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Von: Kerstin Zacharias

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Die tierischen Lieblinge der Deutschen spülten in den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres so viel Geld in die Kassen wie nie. Altena darf sich über ein Plus von 2,0 Prozent und damit 2682 Euro mehr freuen.
Die tierischen Lieblinge der Deutschen spülten in den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres so viel Geld in die Kassen wie nie. Altena darf sich über ein Plus von 2,0 Prozent und damit 2682 Euro mehr freuen. © dpa

Die Liebe der Menschen zu ihren Vierbeinern hat auch im vergangenen Jahr Millionen an Euro in die öffentlichen Kassen gespült – und einen neuen Rekord aufgestellt.

Altena – Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, wurden von Januar bis September 2022 104,6 Millionen Euro an Hundesteuern eingenommen – und damit 2,5 Millionen Euro mehr (plus 2,4 Prozent) als noch im Vorjahreszeitraum. Und dieser Trend spiegelt sich auch in Altena wider: Auch hier verzeichnen die Verantwortlichen ein leichtes Plus.

Wie aus dem Zahlenwerk hervorgeht, stieg das Steueraufkommen in Altena in den ersten drei Quartalen 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 132 567 auf 135 249 Euro (plus 2,0 Prozent) an. Die Veränderungen zum Zeitraum in 2020 sind gravierender: Damals lagen die Einnahmen noch bei 124 447 Euro (plus 8,7 Prozent).

Kreis-Zahlen

Im gesamten Kreis stieg das Steueraufkommen um 0,8 Prozent (plus 21 787 Euro) auf rund 2,65 Millionen Euro. Im Vergleich zum Jahr 2020 gab es sogar ein Plus von 5,3 Prozent – damals lagen die Einnahmen aus der Hundesteuer in den Kommunen noch bei 2,52 Millionen Euro.

Die höchsten Mehreinnahmen verzeichneten von Januar bis September 2022 die Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde mit plus 5,9 Prozent (2985 Euro) sowie die Städte Neuenrade und Menden mit jeweils plus 3,3 Prozent.

Nicht überall im Märkischen Kreis sind die Einnahmen allerdings gestiegen, denn insgesamt sechs der 15 Städte und Gemeinden verzeichnen geringfügige Mindereinnahmen. So lag die Veränderung in der Stadt Halver beispielsweise bei minus 3,1 Prozent (4134 Euro) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in der Stadt Werdohl bei minus 0,7 Prozent (874 Euro).

Nachrodt-Wiblingwerde

In der Doppel-Gemeinde wurde mehr Geld durch die Hundesteuer in die Kassen gespült – der prozentuale Anstieg im Kreis war dort am höchsten: Demnach lag das Steueraufkommen (erste neun Monate) in 2022 bei 53 996 Euro – im Vorjahreszeitraum waren es noch 51 011 Euro (plus 5,9 Prozent). Im Vergleich zum Zeitraum in 2020 lag das Plus sogar bei 6,3 Prozent: Damals wurden 50 812 Euro an Hundesteuern eingenommen.

Landestrend

Auch im ganzen Land entwickelten sich die Einnahmen in den ersten neun Monaten 2022 ganz unterschiedlich: Die höchsten Zuwächse verbuchten Köln, Neunkirchen-Seelscheid und Düsseldorf, die höchsten Rückgänge ermittelte das Statistische Landesamt für die Städte Velen, Welver und Siegburg. Die Daten entstammen laut IT.NRW der vierteljährlichen Kassenstatistik, die alle Zahlungsvorgänge der kommunalen Haushalte abbildet.

Rückschlüsse auf die Anzahl der Hunde in einer Kommune können übrigens aus den Zahlen nicht geschlossen werden, da jede Stadt und Gemeinde selbst über die Höhe der Hundesteuer entscheiden darf.

Hundesteuer regional sehr verschieden

Die Hundesteuer ist eine Kommunalsteuer, das heißt: Die Gemeinden legen die Höhe mittels Hundesteuersatzung nach der Zahl beziehungsweise der Gefährlichkeit der Tiere selbst fest. Hier werden bestimmte Rassen zum Teil explizit angegeben. Die finanzielle Belastung der Hundehalter ist regional sehr unterschiedlich. So verzichtet zum Beispiel die Stadt Ahlen bei nur einem Hund ganz auf die Hundesteuer, in Moers werden nach der aktuellen Hundesteuersatzung circa 120 Euro für einen Hund fällig.

Zum Vergleich: Laut jeweiliger Satzung zahlen die Bürger in Altena 96 Euro (bei nur einem Hund), in Nachrodt-Wiblingwerde 75 Euro und in Lüdenscheid 120 Euro (wenn nur ein Hund gehalten wird).

In den meisten Kommunen erhöht sich die Gebühr pro Hund, sobald mehrere Tiere im Haushalt leben. Und: Für die als gefährlich eingestuften Hunde wird meist eine deutliche höhere Abgabe fällig.

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