Anzeige erstattet

Unbekannte zündeln in der Innenstadt

Drei von insgesamt sieben Spenderboxen mit Hundekotbeuteln wurden in Altena angezündet.
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Drei von insgesamt sieben Spenderboxen mit Hundekotbeuteln wurden in Altena angezündet.

Das stinkt gewaltig zum Himmel: Unbekannte haben gleich drei von sieben Spenderboxen für Hundekotbeutel in Altenas Innenstadt angezündet. Der Bauhof-Chef sieht darin eine „gezielte Aktion“.

Altena – Der Stadtmarketingverein hat Anzeige erstattet: Bislang unbekannte Täter haben am vergangenen Wochenende (29./30. Mai) drei von sieben Spenderboxen, die mit Hundekotbeuteln gefüllt sind, in der Innenstadt angekokelt. Dabei wurden die Tüten in Brand gesetzt, die daraufhin verschmolzen und auch die Aufsteller in Mitleidenschaft zogen. Betroffen waren die Boxen am Bungernplatz, an der Burg Holtzbrinck und an der Lutherkirche.

„Das ist nicht witzig“, sagt Alexander Schmitz, Vorsitzender des Stadtmarketingvereins. 800 Euro kostet jede einzelne Spenderbox, diealle 2018 angeschafft wurden. Die drei Boxen sind zwar jetzt nicht komplett verbrannt, aber man sieht deutlich die Zerstörungswut. „Das ist wirklich ärgerlich. Das ist Material, das im öffentlichen Raum steht und keinen guten Eindruck macht“, schimpft Alexander Schmitz.

Schmitz: „Vielleicht will da jemand einen Hundekotbeutel-Versand aufmachen“

Probleme gibt es immer wieder rund um die Hundekot-Entsorgungs-Möglichkeit. „Unsinnigerweise werden auch seit Monaten die Beutel immer wieder in großer Stückzahl herausgerissen. Vielleicht will da jemand einen Hundekotbeutel-Versand aufmachen“, so Alexander Schmitz, dem die Kokelei jetzt aber den Rest gegeben hat.

Wolfram Zülch vom Baubetriebshof hatte das Dilemma entdeckt. Der Baubetriebshof ist es nämlich, der sich um die Beschaffung der Beutel kümmert, sie an die Boxen-Paten weitergibt und auch immer wieder nach dem Rechten schaut.

Bauhof-Chef: „Gezielte Aktion, die man nicht hinenhmen kann“

Robert Groppe, Leiter des Baubetriebshofes, ist deshalb auch über das Zündeln verärgert: „Ich habe es erst als einen Jungenstreich abgetan. Aber da gleich drei Spenderboxen angezündet wurden, ist doch deutlich, dass dies eine gezielte Aktion war, die man so nicht hinnehmen kann.“ Leidtragende, so sagt Robert Groppe, „sind die Bürger, die froh sind, dass es diese Spenderboxen gibt, und die das kostenlose Angebot gerne nutzen.“ Ärger wegen Hundekot und Spenderboxen gab es auch in der Nachbarkommune.

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