Hundehaufen: Bußgeld von 30 Euro droht

In ALtena gibt es kostenlose Tüten - im Markaner und Baubetriebshof.

ALTENA - Stichwort Tretminen: Da ist jeder schon einmal rein getreten, hat sich geärgert und nicht selten seinem Unmut auch laut Luft gemacht. Besonders an „Spazierstrecken“ im Stadtgebiet finden sich die stinkenden Überreste von Fiffi, Bello oder wie die vierbeinigen Lieblinge sonst heißen mögen, zu Hauf.

Wer aber „das Geschäft“ seines Hundes einfach auf dem Gehweg hinterlässt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Darauf weist Klaus-Peter Trappe, Bereichsleiter im Ordnungsamt, noch einmal nachdrücklich hin. Auf Nachfrage blätterte er im Bußgeldkatalog und fand heraus: „Das kann schon 30 Euro kosten, wenn wir einen Verursacher in flagranti erwischen.“

Das sei zwar schwierig, aber die Außendienstmitarbeiter, etwa Michael Sonntag, hätten schon ein waches Auge auf diese Art von Verschmutzung. Leider sei es personell nicht zu stemmen, die Wege und Straßen in dieser Angelegenheit permanent im Auge zu behalten.

Die Verwaltung setzt andererseits aber auch nicht auf Denunzianten. Es käme immer wieder vor, dass Bürger anriefen, mitteilten, dieser und jener Hund sei Verursacher und sein Halter kümmere sich nicht um den Kot. „Aber wie soll man so etwas beweisen?“, sind dann dem Ordnungsamt die Hände gebunden, wie Trappe mitteilt.

In der Nachbarstadt Werdohl gibt es stadtweit so genannte Hundetüten-Automaten. Die werden nicht von der Kommune betreut, sondern von einem ehrenamtlichen Stammtisch, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Stadt sauberer zu halten. Die meist älteren Herren werben auch die Mittel ein, die für die Automaten und den Ankauf der Kottütchen nötig sind.

Altena hatte einmal solche Automaten – die sind Geschichte. Kostenlose Tüten für die Entsorgung des Hundegeschäftes gibt es aber immer noch. „Sie sind im Bürgerbüro Markaner und im Baubetriebshof zu haben“, sagt Trappe.

Dort liegen die grünen Plastiktüten gut sichtbar zum Mitnehmen aus. Sie würden schon genutzt, allein, nicht so sehr nachgefragt, hieß es auf Anfrage. Wie gesagt: Tretminen sind nicht nur ekelig, sie müssen auch entsorgt werden. Sonst kann es ins Geld gehen.

von Johannes Bonnekoh

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