Mehrfache Beschwerden bei der Stadt

Hundedreck auf den Straßen: Altenaer fordert drastische Strafen

Hundekot Ärgernis Schild
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Ein schönes Schild, das wenig wirkt: Trotz deutlicher Hinweise findet sich viel Hundekot auf Wegen und Plätzen in Altena.

Mehrfach hat sich Jan Slejfir schon bei der Stadt beschwert. „Und ich werde wiederkommen“, kündigt er an. Denn bislang hat es wenig gebracht. Immer noch liegt der Hundedreck auf vielen Plätzen und Straßen Altenas.

Altena – „Ich habe mich schon einmal beschwert“, sagte Jan Slejfir als Zuhörer der Ratssitzung unter dem Tagesordnungspunkt Anfragen der Einwohner. „Und ich werde wieder kommen.“ Er werde nicht aufhören, sein Anliegen vorzubringen.

Gegenstand seines Unmuts ist ein anrüchiges Thema: Hundekot auf Straßen und Plätzen in Altena. An so vielen Stellen in der Burgstadt, immer wieder. Täglich entferne er Hundedreck an seinem Geschäft.

Rücksichtslose Hundehalter: „Man erwischt sie nicht“

Slejfir ist Inhaber von Jans Radland am Stapelcenter. Slejfir sagte, er wisse, dass es Hundehalter gibt, die sich ordentlich um die Hinterlassenschaften ihres Vierbeiners kümmern und mit Kotbeuteln unterwegs sind. Doch es gebe eben auch die anderen, die völlig rücksichtslos seien und sich nicht kümmerten.

„Ich würde sie ja ansprechen, aber man erwischt sie nicht“, klagte Slejfir. Das freie Verteilen von Hundekot durch verantwortungslose Halter sei in Altena „gelebte Praxis“. Seine Forderung: „Wir brauchen eine Satzung, mit der drastische Strafen verhängt werden können. Das muss zur Abschreckung dienen.“ Slejfir regte an, zusätzlich Plakate aufzuhängen, um auf den Missstand aufmerksam zu machen. Er wäre sogar bereit, den Druck zu bezahlen.

Wer Dreck liegen lässt, zahlt 25 Euro

Ordnungsamtsleiterin Ulrike Anweiler antwortete, es gebe bereits eine entsprechende Verordnung für Altena. Damit könnten Delikte wie diese als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. Das besagte Dokument trägt den einprägsamen Titel „Ordnungsbehördliche Verordnung über die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung“.

Darin ist im Paragraf 7 geregelt, dass Hundehalter für das Nichtentfernen von Kot mit 25 Euro belangt werden können. Wer schon ohne Kotbeutel oder ein anderes Behältnis mit seinem Hund unterwegs ist, muss bei einer Kontrolle zehn Euro berappen. Für Jan Slejfir waren diese Sätze zu gering. „Das ist viel zu wenig. Es müssten 500 Euro sein.“

Viel Aufwand, wenig Personal

Ulrike Anweiler macht dabei darauf aufmerksam, dass in einem solchen Fall ein Verfahren mitsamt Anhörung gegen den Hundehalter eingeleitet werden müsste. Letztlich ein hoher bürokratischer Aufwand für das kleine Team des Ordnungsamtes, dass derzeit mit gerade einmal drei Kräften im Außeneinsatz ist.

Während in der Praxis kaum eine Chance besteht, Hund und Halter „In flagranti“ zu erwischen, gibt es hinsichtlich der Frage, ob Kotbeutel tatsächlich mitgeführt werden, immerhin eine Chance für die Ordnungskräfte.

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