Hunde nicht im Griff – dennoch Freispruch

Hunde sind noch immer des Menschen beste Freunde.

ALTENA - Weil sie sich von den Hunden einer Nachbarin belästigt und verletzt fühlte, erstattete eine 73-jährige Rentnerin aus Altena Anzeige gegen eine 49-Jährige, die sich Donnerstag, 13. Dezember, auf der Anklagebank des Amtsgerichts Altena wiederfand.

Gegen einen Strafbefehl wegen fahrlässiger Körperverletzung über 600 Euro hatte sie Widerspruch eingelegt.

Ihr Border Collie und ihr Australian Sheperd waren am 11. August an der Zeugin hochgesprungen, was Hämatome und eine blutende Verletzung am Ellbogen zur Folge gehabt haben sollte. „Mein Hund ist mir vom Halsband weg und zu dem anderen Hund gerannt“, schilderte die Angeklagte die Situation vor Ort. „Ich zeige Sie an, weil der Hund nicht an der Leine war“, soll daraufhin die Zeugin angekündigt haben.

Vor Gericht sagte sie: „Ich habe unentwegt geschrien, die sprangen an mir hoch und ich rief um Hilfe.“ Später habe sie festgestellt, dass sie „voller blauer Flecken war und eine blutende Wunde hatte“.

Da weder die Hundehalterin noch ihre Hunde irgendwelche Voreintragungen im Bundeszentralregister der Straftaten aufwiesen, stellte Richter Dirk Reckschmidt das Verfahren ohne Auflagen ein. Weitere Beweismittel hatten zudem nahegelegt, dass die Verletzungen nicht ganz so dramatisch wie geschildert waren.

von Thomas Krumm

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