Hübenthal: Neue Maschine doppelt so leistungsfähig

+
Bei der Abnahme in Italien entstand diese Aufnahme des neuen Rollenwicklers. ▪

ALTENA ▪ Reinlichkeit ist eine Zier – zunehmend auch in der Industrie. Auch auf die sich ständig verschärfenden Qualitätsstandards ist es zurückzuführen, dass es in vielen Firmen heute aussieht „wie geleckt“. Davon profitiert die Firma Itex in Evingsen. Dort laufen täglich Millionen von Reinigungstüchern vom Band.

„Es läuft gut“ – auf diese Formel bringt Geschäftsführer Stephan C. Hübenthal die derzeitige Auftragslage. Das Unternehmen hat deshalb in den vergangenenen Jahren immer wieder investiert: Erst das neue Hochregallager, dann ein Zweigwerk in Ihmert. Jetzt folgt eine deutliche Erweiterung des Maschinenparks: Am Mittwoch hob ein Schwerlast-Stapler einen neuen Rollenwickler in das itex- Stammwerk an der Ihmerter Straße – rund 500 000 Euro gibt das Unternehmen aus, um zukünftig noch effizienter produzieren zu können.

Aus großen Rollen kleine machen oder sie zu Tüchern falten – auf diese Formel lässt sich das bringen, was bei itex tagtäglich passiert. Und das weitestgehend automatisch: Maschinen falten, schneiden, perforieren, verpacken – und die Paletten packt dann ein Roboter, bevor sie im ebenfalls vollautomatisierten Hochregallager verschwinden.

Die neue Maschine, hergestellt vom Marktführer Perini in Italien, ist zum einen schneller als alle bisher bei Hübenthal eingesetzten Rollenwickler – sie schafft bis zu 1500 Tücher pro Minute, bisher war bei 800 Tüchern Schluss. Außerdem könne jetzt bei Bedarf auf den Pappkern verzichtet werden, erklärt Stephan C. Hübenthal. Dass sei dann wichtig, wenn die Tücher mit einer Reinigungsflüssigkeit getränkt in Eimern oder ähnlichen Behältern verkauft würden.

Apropos verkaufen: Das macht itex zum einen unter seinem eigenen Label. Ein beachtlicher Teil der Produktion geht aber an Kunden, die die Produkte aus Evingsen unter ihrem eigenen Namen verkaufen. Und das nicht nur an die Industrie: Der Medizinsektor gewinne für das Unternehmen zunehmend an Bedeutung, berichtet Hübenthal. Aus Hygienegründen werde dort zunehmend auf Einweg-Reinigungsmittel gesetzt.

50 verschiedene Rohmaterialien verarbeitet die Firma. Viele werden auf riesigen „Mutterrollen“ fix und fertig angeliefert und in Evingsen zu 400 verschiedenen Produkten weiterverarbeitet, also geschnitten, gerollt, perphoriert und verpackt. Bei anderen ist ein Zwischenschritt erforderlich: Sie werden im Betrieb veredelt. Das dient zum Beispiel dazu, die Reißfestigkeit des Materials zu erhöhen.

Stephan C. Hübenthal führt das Familienunternehmen in der dritten Generation und ist heilfroh, dass seine beiden Söhne schon im Geschäft mitarbeiten: „Dann weiß man eben, dass sich eine Investition wie diese lohnt“. ▪ ben.-

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare