Feuerwehr in Atem gehalten

Ehemaliges Hotel Sauerland: Großbrand an Thoméestraße

[UPDATE 9.40 UHR] Altena - Schlimmer geht immer: Der vierte Großbrand in kurzer Folge hat in der Nacht zu Donnerstag die Feuerwehr in Altena in Atem gehalten. Diesmal brannte es am engen Burgberg. Betroffen war das ehemalige Hotel Sauerland an der Thoméestraße – für die Wehr eines der schlimmsten anzunehmenden Szenarien.

An der Thomeestraße ist immer noch die Feuerwehr im Einsatz: Die Löschgruppe Rosmart hat die Brandwache übernommen. Sie muss immer noch kleine Brandnester im Dachstuhl löschen. Die eigentlichen Löscharbeiten dauerten bis gegen 4 Uhr. Der Dachstuhl ist völlig zerstört. Das zweistöckige Gebäude wurde mit Löschschaum förmlich geflutet. Gegen 9 Uhr war der Bauhof damit beschäftigt, die Thoméestraße zu reinigen. Die Zufahrt zur Burg bleibt aus Richtung Innenstadt gesperrt, solange die Drehleiter noch benötigt wird.

Vor einigen Jahren kaufte ein Holländer das ehemalige Hotel Sauerland. Er plant, es wieder seiner ursprünglichen Nutzung zuzuführen. Die erforderlichen Umbau- und Sanierungsarbeiten nahm er bei sporadischen Aufenthalten in Altena weitestgehend in Eigenleistung in Angriff.

Vertreter der Stadt berichteten am Mittwochabend, dass es gelegentlich Probleme mit ungebetenen Gästen gegeben habe. Als die Feuerwehr eintraf, war das Haus allerdings fest verschlossen: Die Eingangstür musste mit Hilfe einer Kettensäge geöffnet werden.

Gegen 20.15 Uhr gingen am Mittwochabend mehrere Notrufe bei der Kreisleitstelle ein – Anwohner hatten starke Rauchentwicklung aus dem leerstehenden Gebäude bemerkt. Die Löscharbeiten sind zur Stunde noch immer nicht komplett abgeschlossen sind. Die Thoméestraße ist nach wie vor gesperrt.

Bilder aus der Nacht

Großbrand an Thoméestraße in Altena

Wie üblich bei Bränden in solch engen Straßen wurde zunächst nur zwei Fahrzeuge zum Brandort geschickt, um die Lage zu erkunden. Die übrigen Einheiten (alarmiert wurden die Züge Stadtmitte und Rahmede) gingen am Langen Kamp in Stellung.

Der Ernst der Lage war schnell klar: Dicker Rauch quoll aus dem Dach und aus den Fenstern des Obergeschosses, zu dem sich Feuerwehrleute mit der Hilfe von Steckleitern Zugang verschafften. Die Drehleiter konnte erst zum Einsatzort kommen, nachdem die Halter von parkenden Fahrzeugen ermittelt waren – sie standen dort, wo die Drehleiter in Position gehen musste. Bevor sie ausgefahren werden konnte, mussten noch Äste eines Baumes gekappt werden – er stand im Schwenkbereich der Leiter.

Mit Wasser aus einem Hydranten und dem Tanklöschfahrzeug gingen Feuerwehrleute von innen und außen gegen das Feuer vor. Außerdem wurde eine mehrere hundert Meter lange Schlauchleitung zur Lenne verlegt. Das Ausbreiten des Feuers ließ sich allerdings nicht verhindern – vorsichtshalber zog die Wehr deshalb die Atemschutzträger aus dem Gebäude zurück.

Bilder vom Morgen danach

Großbrand an Thoméestraße: der nächste Morgen

Weil abzusehen war, dass der Brand durchzünden würde, wurde eine zweite Drehleiter aus Lüdenscheid angefordert. Um ihr Platz zu machen, musste das Gerät aus Altena seinen Standort ändern. Gegen 22.15 Uhr stand das Dach des Gebäudes dann lichterloh in Flammen. Bei Redaktionsschluss um 23 Uhr war der Brand noch nicht unter Kontrolle und die Feuerwehr richtete sich auf eine lange Nacht ein.

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