Rasant dazugelernt

Lernen auf Distanz: Studiendirektorin Melanie Blümel unterrichtet einen Kurs in spanischer Sprache.
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Lernen auf Distanz: Studiendirektorin Melanie Blümel unterrichtet einen Kurs in spanischer Sprache.

Konzentriert blickt Lehrerin Melanie Blümel auf den Bildschirm ihres Laptops. Eine Kamera zeichnet ihr Bild auf und überträgt es zu den Schülern des Spanischkurses – Unterricht auf Distanz, auch Homeschooling genannt, gehört derzeit zum Schulalltag des Burggymnasiums. Das Thema der Studiendirektorin lautet an diesem Tag Barcelona.

Altena – Die Bildungseinrichtung an der Bismarckstraße hat in den letzten Monaten gehörig aufgerüstet, um den Anforderungen nachkommen zu können, die für einen effektiven Fern-Unterricht in Coronazeiten erforderlich sind. Das hat dazu geführt, dass die Schule heute wesentlich besser dasteht, als es sich der Schulleiter Hans-Ulrich Holtkemper hätte vorstellen können.

Es geht um einen Quantensprung: Wenn man ihn bei der letzten Abitur-Zeugnisausgabe im Sommer gefragt hätte, wie lange die Schule, also alle 800 Schüler und die Lehrer, brauchen würde, um auf den aktuellen Stand beim Lernen auf Entfernung zu kommen, dann hätte er „vier oder fünf Jahre“ angesetzt, sagt Holtkemper. So, durch Corona, ist aber alles ganz anders gekommen - und vor allem viel schneller.

Schule als soziales System

„Natürlich“, sagt der Schulleiter, „wäre es allen lieber, wenn die Schüler wieder in der in der Schule wären.“ Es fehle vielen der Kontakt zu Mitschülern und Lehrern. „Schule ist schließlich ein soziales System“, so Hans-Ulrich Holtkemper, der aus Jahren von Berufserfahrung spricht.

Die technischen Vernetzungsmöglichkeiten in der Bildungseinrichtung an der Bismarckstraße sind vielfältig geworden. Es gibt ein durchgehendes W-LAN-Netz, eine leistungsfähige, seperate Internet-Kamera pro Klassenraum und natürlich eine schnelle Internetverbindung. Beamer zur Projektion von Unterrichtsinhalten an die Klassenwand sind ebenfalls vorhanden, und die gute, alte Tafel gibt es ja auch noch. Auch, was Melanie Blümel dort „analog“ niederschreibt, ist also für die Schülerinnen und Schüler nachzuvollziehen.

Arbeit auch in Kleingruppen

Sie kann zum Beispiel Schüler zur Kleingruppenarbeit zusammenschalten. Dann erledigen drei oder vier Schüler gemeinsam eine Aufgabe, welche Fragen und Antworten zum Beispiel bei der Bestellung in einem Restaurant notwendig sind - in diesem Fall natürlich in Barcelona.

Der Schulträger hat sich den neuesten Stand einiges kosten lassen: Rund 25000 Euro flossen in die Netzwerkverbindungen, rund 7000 Euro allein in die Kameras.

Zum 1. Februar wird es im Übrigen einen neuen Stundenplan für die Schüler des Burggymnasiums geben. Dieser wurde allen Schülern und Lehrern bereits per Mail an ihr schulisches Postfach zugesendet - jeder Schüler und jede Schülerin hat eines. Der Stundenplan enthält zum Teil große Änderungen, gerade in Bezug auf Lehrerwechsel.

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