Stadtmarketingverein berät über Missstände

Wegen Leerständen in der Innenstadt: Pop-up-Idee ist in Altena nicht gestorben

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Unterstützung bekommt der Vorstand des Stadtmarketingvereins auch von der neuen Tourismusbeauftragten Nathalie Weigel (r.)

Altena – Der Wegfall weiterer inhabergeführter Traditionsgeschäfte hat zu neuen Leerständen im Innenstadtbereich geführt. Die Lücken waren am Mittwochabend Thema in der Jahreshauptversammlung des Stadtmarketingvereins.

In diesem Rahmen wurde auch nach neuen Pop-up-Initiativen gefragt. Da ergriff Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein das Wort, der Pop-up weiterhin in Altena für möglich hält: „Wenn bei uns im Rathaus jemand anfragt und so ein Geschäft auf Zeit eröffnen möchte, dann werden wir das möglich machen.“ Aktuell werden die Leerstände neu erfasst, damit mit Immobilienbesitzern entsprechende Verhandlungen geführt werden könnten. 

Ob auch Hausbesitzer, die ihre Schaufenster und Umlagen nicht pflegen, in diesem Zuge auch mal in die Pflicht genommen werden könnten, musste Hollstein verneinen. „Ja, es gibt Leute, die hinter ihren Schaufenstern das ganze Jahr Trödelmarkt haben. Wir können diese Leute aber nicht dazu zwingen, es schöner zu gestalten. Dafür fehlt uns die rechtliche Grundlage.“ 

Weiteres Aufregerthema sind Fahrradfahrer, die rücksichtlos und mit schnellem Tritt durch die Fußgängerzone rasen. Das Ordnungsamt dürfe sich ausschließlich mit dem ruhenden Verkehr beschäftigen. Fahrradfahrerkontrollen sind im Zuständigkeitsbereich der Polizei. „Auch hier kann man nur das selbe empfehlen, wie bei den Hausbesitzern mit den unschönen Ladenlokalen: Persönliche Ansprache“, so Hollstein. Stadtmarketingvereinsvorsitzender Alexander Schmitz wünscht sich einheitlichere Öffnungszeiten. 

„Den freien Mittwochnachmittag empfinde ich als Relikt des vorigen Jahrhunderts. Wenigstens der sollte abgeschafft werden.“ Schmitz sei klar, dass grade inhabergeführte Geschäfte ohne weiteres Personal nicht so flexibel agieren könnten. „Aber der Mittwoch wäre ein guter und wichtiger Schritt für die Innenstadtgeschäfte.“ Die von der SIHK zu Hagen unterstützte Aktion „Heimat shoppen“ will dem inhabergeführten Einzelhandel helfen mit den Aktionswochen von September bis Oktober. 

„Wir möchten gerne wieder mitmachen“, erklärte Alexander Schmitz, weshalb die SIHK-Projektbetreuerin Stephanie Erben am Mittwoch im Hotel am Markt noch einmal die Rahmenbedingungen erläuterte. Start des Aktionszeitraums ist eigentlich der 13. September, weil aber schon am Wochenende 7./8. September die Lenne lebt-Tage in Altena steigen, will der Innstadt-Einzelhandel schon früher anfangen. Werbematerial kann angefordert werden. 

Der 8. September wird einer von drei verkaufsoffenen Sonntagen sein, dem sich der Innenstadt-Einzelhandel anschließen will. Auch der 4. August (Mittelalterfest) und der 8. Dezember (Weihnachtsmarkt) sind terminiert. Auf ein Stadtfest (ursprünglich geplant für den 6. Juni) verzichtet der Verein aufgrund der Terminkollision mit dem FWG-Event „Summertime am Lennestein“. 

Generell sollen solche Feste aber weiterhin Aufgabe des Vereins sein: „Jeder, der eine schöne Idee hat, kann sie uns mitteilen. Auch helfende Hände sind immer gebraucht bei uns. Unser Verein ist nicht ausschließlich eine Handels-Interessengemeinschaft, sondern für jeden Bürger gedacht“, bekräftigte Alexander Schmitz.

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