Hollstein-Nachfolge: Mit diesem Kandidaten geht die CDU Altena ins Rennen

+

Altena – Als erste Partei in Altena hat die CDU ihren Kandidaten für die Bürgermeister-Wahl 20202 verkündet. Der Kandidat will einiges anders machen als der aktuelle Bürgermeister Hollstein.

Als erste Partei hat die CDU ihren Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl 2020 vorgestellt. Uwe Kober soll Nachfolger von Dr. Andreas Hollstein werden. Das hätten sowohl die Fraktion als auch der Stadtverbandsvorstand einstimmig beschlossen, berichtete der erst vor wenigen Wochen gewählte Stadtverbandsvorsitzende Dirk Siebecke. Es habe aber auch andere Interessenten gegeben, sowohl aus der Fraktion als auch von außerhalb. 

Kober ist 54 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei Töchtern. Er hat eine kaufmännische Ausbildung, war lange selbstständig und arbeitet heute in der Funktion eines Abteilungsleiters bei der Sparkasse.

Er gehört dem Rat seit 1999 an und ist langjähriger Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses. Viele Jahre war er Stellvertreter des Fraktionsvorsitzenden Uwe Scholz. 2017 wählte ihn die Fraktion zu dessen Nachfolger. 

Auch im Altenaer Vereinsleben ist Kober tief verwurzelt, vor allem als Kompanieführer in der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft (Kompanie Kelleramt) und in der Feuerwehr. 

Hollstein wurde 1999 zum Bürgermeister gewählt, seitdem ist die CDU auch stets stärkste Ratsfraktion gewesen. „Wir haben Altena nach vorne gebracht“, konstatierte Kober. Das sei ganz wesentlich auch das Verdienst von Hollstein. Sicher sei es schwer, in dessen Fußstapfen zu treten. „Ich habe ganz viel Respekt vor diesem Amt.“ 

Er will es machen: Dirk Siebecke präsentierte Uwe Kober (2.v.r.) als CDU-Bürgermeisterkandidaten

Dennoch ging Kober auch auf vorsichtige Distanz zum derzeitigen Amtsinhaber: „Ich möchte einiges anders machen als der jetzige Bürgermeister. Vielleicht ist ein Wechsel manchmal auch ganz gut“, sagte er. Sein Eindruck sei, Hollstein sei in den vergangenen Jahren „nicht mehr unbedingt ein Bürgermeister zum Anfassen gewesen“, was womöglich dem Angriff auf ihn und den häufigen verbalen Bedrohungen geschuldet gewesen sei. 

Ziel seines Handelns werde es sein, „wieder eine andere Stimmung in die Verwaltung und die Bevölkerung zu bringen“. Er wolle näher an den Leuten sein, vor allem auch an jenen in den Stadtteilen. Mehrfach betonte Kober, dass ihm auch von Mitarbeitern ein konstruktiver Führungsstil bescheinigt werde. „Ich bin ein Teamplayer.“ Das „Team Rathaus“ sei deshalb eines seiner wichtigsten Ziele, sollte er gewählt werden. 

Formal muss Kobers Kandidatur noch von der Mitgliederversammlung des CDU-Stadtverbandes beschlossen werden. Der obliegt es auch, die Kandidaten für die Wahlbezirke festzulegen. Das werde im Frühjahr nächsten Jahres erfolgen, kündigte Dirk Siebecke an. Dann beginne auch die programmatische Arbeit, bei der die CDU realistisch bleiben wolle. 

Der Einfluss der Politik auf Einwohnerverluste und den Zustand der Innenstadt sei gering. Die heiße Phase des Wahlkampfs beginnt nach den Sommerferien, gewählt wird am 13. September 2020.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare