Schülerfirma des Burggymnasiums (BGA)

Oberstufen-Büro fast verwaist: Hollstein hofft auf G 9 und mehr Zeit für Oberschüler

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Verwaist: Der Briefkasten und die Poströhre des „Vereins zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements“ an der Lennestraße 83. Die Aktivitäten sind nur noch begrenzt.

Altena - Fast einen halben Zentimeter hoch liegt der Staub auf dem Briefkasten und der Poströhre des „Vereins zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements in Altena e.V.“. Beide Behältnisse hängen im Eingangsbereich zur Schülerfirma des Burggymnasiums (BGA) im ehemaligen Haus Trippe, Lennestraße 83. Vielen ist es besser bekannt als Ladenlokal „mit der Kutsche im Fenster “ und Sitz des sogenannten ObSt-Büros.

„Nein, der Verein ist nicht untätig. Ganz im Gegenteil“, kommentiert Dr. Andreas Hollstein eine entsprechende Anfrage, ob hier kein Leben mehr stattfinde. So habe kürzlich noch eine Generalversammlung stattgefunden, man habe alles in allem ein ganz normales Vereinsleben. Das Besondere sei aber: „Wir wollen keinem Altenaer Verein Konkurrenz machen.“ Zur Situation an der Lennestraße 83 merkt der Verwaltungschef und Vorsitzende des Vereins an, nur ein kleiner Teil des Hauses, eben hintere Räumlichkeiten im Erdgeschoss, seien nach wie vor an das ObSt-Büro des BGA vermietet.

Das stadtbekannte Logo der Oberschüler.

Vorne habe der Kreis das Schaufenster zur Ausstellung der historischen Kutsche gemietet. Allerdings sei nach drei sehr erfolgreichen Jahren der Arbeit von jungen BGA-Schülern der Oberstufe mit Projekten für ältere Menschen zurzeit alles etwas schwieriger. Hollstein nennt dazu als Stichwort die Schulzeit G8, also das verkürzte Abitur in acht Jahren. Er setze mit dem Verein jetzt darauf, dass mit der Rückkehr zur alten Schulform von G 9 auch wieder neue Projekte in Angriff genommen werden könnten. „Die jungen Leute haben durchaus kleines Geld verdient“, sagte er. „Das hat in der Summe geklappt. Aber sie hatten aufgrund von G8 praktisch keine Freizeit mehr.“ Der Verein, der von der Vereinigten Sparkasse im vergangenen Jahr mit einem 3 000-Euro-Scheck unterstützt wurde, gehe jetzt daran, die oberen Räumlichkeiten im Haus auszubauen und zu Wohnungen umzugestalten. Hollstein erinnerte daran, dass man bereits gestartet sei und durchaus auch Flüchtlinge dabei mitgeholfen und angepackt hätten.

Das Haus wird für Sprachkurse genutzt. Im Obergeschoss entstehen Wohnungen. Ausbau auch mit Hilfe von Flüchtlingen.

Für den Erwerb der Immobile bekam die Stadt seinerzeit nicht unerhebliche Zuschüsse. Die seien weiterhin gut angelegt. So habe man unter anderem Sprachkurse im Haus abgehalten und mit dem Stellwerk gemeinsam weitere Projekte durchgeführt. Der Verein selbst horte keine Barmittel und verfüge auch über kein großes Vermögen. Alle Hoffnungen ruhten jetzt auf der Rückkehr zur Schulform G 9. „Erzwingen kann man aber nichts!“

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