Hochwasser in Menden, Altena und Iserlohn

ALTENA ▪ Premiere: Zum ersten Mal steht die neue Lenneuferpromenade in Altena unter Wasser. Zurzeit (Samstag, 16 Uhr) steht der Pegel Altena bei 2,60 Metern, rund 220 Kubikmeter Wasser pro Sekunde rauschten talwärts und führten Unmengen von Treibgut mit sich. Tendenz: Steigend. Der Deutsche Wetterdienst hat nämlich eine Unwetterwarnung der zweithöchste Stufe herausgegeben. Er warnt vor ergiebigen Regenfällen im Einzugsgebiet der Lenne. Sie sollen bis morgen anhalten. Rainer Hoffmann vom Ordnungsamt geht im Moment davon aus, dass der Lennepegel auf 3,30 Meter steigen könnte.

Ein Link zum Pegel Altena findet sich auf http://www.altena.de unter „Hochwssermeldungen“.

Gegen 11 Uhr haben Polizei und Ordnungsamt heute (Samstag) mit der Räumung der Lenneuferstraße begonnen, der Bauhof traf die üblichen Hochwasser-Vorbereitungen. Besondere Probleme bereitete dabei ein Baugerüst, das so aufgebaut war, dass im Durchgang gegenüber von Optik Berndt die Schutzplanken nicht gesetzt werden konnten. Es musste in aller Eile abgebaut werden. Nach entsprechenden Lautsprecherdurchsagen der Polizei brachten Autofahrer ihre Fahrzeuge in Sicherheit Nur einer konnte nicht kommen – das Ordnungsamt erreichte ihn telefonisch im Urlaub, sein Auto wurde abgeschleppt.

Auch in den Seitentälern mussten Bauhof und Feuerwehren gegen das Wasser kämpfen. Dort galt es vor allem, die Geschiebefänge der Bäche freizuhalten.

Deutlich dramatischer ist die Hochwasserlage im Nordkreis. Wie Radio MK meldet, sind in Iserlohn zahlreiche Keller vollgelaufen. Rund 200 Feuerwehrleute sind im Einsatz. In Menden wurde eine Zeitlang eine Überflutung der Innenstadt befürchtet. Dort war der Wasserstand der Hönne innerhalb von 12 Stunden von einem auf 2,50 Meter gestiegen.

In Meinerzhagen stehen Straßen im Volmetal unter Wasser. Auf Radio MK warnte Kreispressesprecher Hendrik Klein davor, dass die Jubachtalsperre be Halver überlaufen könnte.

Von Thomas Bender

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