Flutkatastrophe und verheerende Folgen

Ministerin und CDU-Generalsekretär in Altena: Soforthilfe für Hochwasser-Opfer

Das große Aufräumen nach dem verheerenden Hochwasser in Altena geht weiter.
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Berge voller Müll überall in der Stadt. Die Bürger können nun Soforthilfe beantragen.

„Das ist kaum in Worte zu fassen:“ NRWs Heimat-Ministerin Ina Scharrenbach und CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak zeigten sich bestürzt vom Ausmaß der Flutkatastrophe in Altena. Sie versprachen schnelle Hilfe.

Altena – Der CDU-Generalsekretär kommt in khakifarbenem T-Shirt und weiter Freizeithose, die Ministerin in Bluejeans und Wanderschuhen. Es ist nicht die Zeit für Wahlkampf und große, politische Grundsatz-Reden. Nicht der richtige Ort für Anzug-Atmosphäre.

„Jetzt räumen wir erst zusammen wieder auf und dann bauen wir wieder auf“, sagt Ina Scharrenbach (CDU), NRWs Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, und nickt energisch. Anpacken statt ankündigen, Pragmatismus statt Parolen.

Rahmede und Nette: Politiker machen sich ein Bild vor Ort

Man nimmt es ihr ab. Und auch Altenas Bürgermeister Uwe Kober, wenn er sagt: „Das ist kein politischer Termin, sondern die Sorge und Angst um diese Stadt und ihre Menschen, die uns zusammenbringt.“ Der Schrecken der vergangenen Tage, bei dem auch ein Feuerwehrmann sein Leben ließ, hat ihn gezeichnet, emotional sehr angefasst.

Große Betroffenheit herrschte bei (v.r.) CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak, NRW-Ministerin Ina Scharrenbach (CDU), Bürgermeister Uwe Kober und CDU-Landtagsabgeordnetem Thorsten Schick angesichts der verheerenden Schäden in Altena.

Von der Kreisleistelle auf Rosmart ist Scharrenbach am Samstag mit CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak und dem heimischen CDU-Landtagsabgeordneten Thorsten Schick durch Altena gefahren, hat die verheerenden Schäden in der Nette und Rahmede gesehen. „Das ist wirklich massiv und kann man gar nicht in Worte fassen“, sagt sie. Die Schäden in ganz NRW schätzt sie auf mehr als eine Milliarde Euro.

Hochwasser in Altena und Nachrodt: Die Bilder am Donnerstag

Das Hochwasser und seine Folgen in Altena und Nachrodt
Das Hochwasser und seine Folgen in Altena und Nachrodt
Das Hochwasser und seine Folgen in Altena und Nachrodt
Das Hochwasser und seine Folgen in Altena und Nachrodt
Hochwasser in Altena und Nachrodt: Die Bilder am Donnerstag

Nun verspricht Scharrenbach schnelle Hilfe – für die Stadt, ihre Bewohner und Unternehmen. Es gibt einen Hilfsfond für Hochwasser-Opfer in NRW, aus dem Betroffene bereits Gelder beantragen können. Und es wird ein Soforthilfe-Paket von Bund und Land geben, über das „in der kommenden Woche entschieden wird“, verspricht Ziemiak.

„Lebensadern“ der Stadt völlig kaputt

Das hatte auch Ministerpräsident und Kanzlerkandidat Armin Laschet für NRW am Freitag versprochen – ohne konkrete Details zu nennen.

Erst aufräumen, dann aufbauen: Es wird Monate, vielleicht länger dauern, bis alle Straßen gerichtet sind. Die „Lebensadern“, wie Kober die Verbindungsstraßen in der Stadt bezeichnet, „sind nun wirklich kaputt“. Alle aktuellen Entwicklungen zum Hochwasser und den Folgen in Altena und Nachrodt gibt es in unserem News-Ticker.

Wiederaufbau wird alle fordern

„Wichtig ist ein intelligentes Baumanagement“, betonte Thorsten Schick in dem Zusammenhang. Es gehe nicht darum, „ganz, ganz schnell wiederaufzubauen, sondern ganz, ganz intelligent“. Das wird „eine Riesen-Herausforderung“, weiß Bürgermeister Kober, „die auch im Nachhinein viel Entbehren verlangen wird.“ Zum Beispiel von Unternehmen, die während Sanierungen womöglich längere Zeit nicht angefahren werden können.

Kober hofft, dass es in seiner Stadt „in vier Wochen vielleicht wieder etwas besser aussieht“. Die „Masse an Hilfsbereitschaft“ stimmt ihn positiv. Die Erkenntnis, dass „die kommunale Familie so gut funktioniert“. Das Ordnungsamt Lüdenscheid schickte ebenso Unterstützung wie die Stadtbetriebe Iserlohn/Hemer. Und er glaubt an die Hilfe der Politik, an das Wort von Paul Ziemiak, wenn der CDU-Generalsekretär sagt: „Es gibt einen großen Willen über Parteigrenzen hinweg zusammenzustehen. Ihr werdet gesehen und gehört.“

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