Hochwasser geht zurück: Lenneuferstraße wieder frei

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Die Lenne hatte mal wieder die Lenneuferstraße geflutet.

Alena – Quälend langsam fiel  der Lennepegel nach dem Hochwasser. Das hat mit der Bigge-Talsperre zu tun.

Erst am Dienstagnachmittag konnte der Bauhof mit dem Säubern der Lenneuferstraße und dem Abbau der Schutzplanken an den Durchgängen zur Innenstadt beginnen. 

Dreh- und Angelpunkt war wieder einmal die Biggetalsperre. Am Montag hielt sie das Wasser, das in sie hineinfloss, nahezu vollständig zurück. Nur aus dem „nachgeschalteten“ Ahauser Stausee wurde Wasser abgegeben. 

In ihm landet zum einen das Wasser, das die Bigge abgibt, und zum anderen das des Flüsschens Ihne. Das führte am Montag so viel Wasser, dass der Stauseee Ahausen es nicht mehr zurückhalten konnte. Der ist relativ klein, „eher eine Art Weiher“, scherzt Uwe Jansen, Hochwasserexperte bei der Bezirksregierung. 

Aus der Ihne kam am Dienstag nicht mehr viel Wasser, dafür war die Bigge aber gefährlich gut gefüllt. Gut 170 Millionen Kubikmeter Wasser passen in Nordrhein-Westfalens größte Talsperre. Sie war am Dienstagmorgen zu mehr als 95 Prozent gefüllt. Das bedeutet, dass nur noch Platz für acht Millionen Kubikmeter Wasser war. 

Talsperre nicht volllaufen lassen

Das war deutlich weniger als nötig: Der gesetzlich definierte Hochwasserschutzraum beträgt 32 Millionen Kubikmeter. So viel Reserve muss die Bigge zwar eigentlich nur von November bis Januar haben. 

Angesichts der weiterhin unbeständigen Wetterlage haben sích der Ruhrverband und der Hochwasserwarndienst der Bezirksregierung darauf verständigt, die Talsperre nicht ganz volllaufen zu lassen. Deswegen wurde Wasser abgegeben – ab den Nachmittagsstunden auch etwa mehr, als zufloss. 

Deshalb konnten nach der Mittagspause die Aufräum- und Reinigungsarbeiten in Angriff genommen werden. Gegen 16 Uhr wird die Straße  wieder freigegeben. 

Abzuwarten bleibt jetzt, wie lange die Freude dauert: Schon am kommenden Wochenende wird das nächste Sturmtief erwartet.

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