Nach Hochwasser

Firma im MK akut einsturzgefährdet - nicht nur B236 gesperrt

Ein Blick auf das Gebäude Lüdenscheider Straße 40.
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Das Gebäude an der B236 ist akut einsturzgefährdet.

Der Verdacht hat sich bestätigt: Die Firma ist nach dem Hochwasser akut einsturzgefährdet und darf nicht betreten werden. Die B 236 bleibt in Altena auf „nicht absehbare Zeit“ gesperrt. Nicht nur sie ist dicht.

Altena – Der Bach, der sich in der Unwetternacht in das Gebäude der Firma Duschking an der Lüdenscheider Straße ergoss, führte nicht nur Wasser mit sich, sondern auch jede Menge Geröll. Das Wasser lief raus, die Steine blieben liegen - und sorgen jetzt dafür, dass Teile des Gebäudes akut einsturzgefährdet sind.

200 Kilo beträgt die Traglast der Decken, das Gewicht des Gerölls schätzt der mit der Begutachtung beauftragte Statiker auf 800 Kilo pro Quadratmeter. Als diese Zahlen bekannt wurden, reagierte die Bauaufsicht sofort und sprach ein absolutes Betretungsverbot für den Gebäudekomplex aus.

B 236: Vollsperrung auf „nicht absehbare Zeit“

Übers Wochenende hatten sich darin noch dutzende von Helfern aufgehalten, um zu retten, was noch zu retten war.
Noch sei unklar, wie es jetzt weitergehe, sagte Bürgermeister Uwe Kober im Gespräch mit unserer Zeitung.

Das hat Konsequenzen: Die Vollsperrung der B 236 in diesem Bereich muss „auf nicht absehbare Zeit aufrecht erhalten werden“, wie der Bürgermeister es formulierte. Damit müssen alle Fahrzeuge, auch die schweren Lkw, auf die Lenneuferstraße ausweichen.

Straßen und Häuser: Statik wird geprüft

Duschking wird nicht das einzige Gebäude sein, das massiv gefährdet ist. Stadtkämmerer Stefan Kemper sagte, dass die Stadt Unterstützung durch den Märkischen Kreis erfahre. Dessen Statiker und Bauingenieure sind in Altena, um Gebäude in den Überschwemmungsgebieten auf Schäden zu untersuchen. Hart getroffen hat es auch den Grenningloher Weg.

Das große Aufräumen in Altena Teil 2

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Nicht nur Häuser, sondern auch Straßen werden unter die Lupe genommen. Am Hügelweg führte das dazu, dass der Bürgermeister und andere Mitarbeiter der Stadtverwaltung den Anwohnern am Mittwochnachmittag (21. Juli) eine Hiobsbotschaft überbringen mussten: Sie dürfen vorerst nur zu Fuß zu ihren Häusern, die Straße ist ab sofort für jeglichen Fahrzeugverkehr gesperrt. „Die Leute hatten sich das aber schon gedacht“, berichtete Kober nach den Gesprächen mit den Betroffenen.

Hügelweg: Provisorische Absicherung geplant

Die Straße ist teilweise unterspült, an anderen Stellen drohen Erdrutsche – die Baufirma Müller hat den Auftrag, zunächst eine provisorische Absicherung herzustellen. Das sei günstigstenfalls am Sonntag (25. Juli) erledigt, berichtete Kober aus den Gesprächen mit dem Unternehmen.

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Alle Anwohner hätten sich dazu entschieden, in ihren Häusern zu bleiben, sagte der Bürgermeister. Das sei auch möglich, weil sowohl der Brandschutz als auch der Rettungsdienst sichergestellt werden könnten, wenn auch mit einigem personellen Aufwand. Komme es am Hügelweg zu Rettungsdiensteinsätzen, dann werde die Feuerwehr wohl gleich mit anrücken.

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