Mobiles Deichsystem und Co.

Hochwasser-Einsätze: Feuerwehr hat teure Wünsche

Hochwasser-Einsätze: Altenas Feuerwehr hat teure Wünsche, zum Beispiel einen Abroll-Container zur Aufbewahrung von Ausrüstung für Hochwasser-Einsätze.
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Hochwasser-Einsätze: Altenas Feuerwehr hat teure Wünsche, zum Beispiel einen Abroll-Container zur Aufbewahrung von Ausrüstung für Hochwasser-Einsätze.

Welche Lehren sind aus der Hochwasser-Katastrophe in Altena zu ziehen? Darüber hat man auch bei der Feuerwehr nachgedacht - und konkrete Wünsche formuliert. Die sind aber nicht ganz billig.

Altena – Das Ergebnis präsentierte die Verwaltung im nicht-öffentlichen Teil der letzten Ratssitzung. Unmittelbar nach der Flut war bereits die Rede davon, dass zumindest der Bereich Linscheidstraße durch ein mobiles Deichsystem hätte geschützt werden können. So etwas soll jetzt angeschafft werden, außerdem auch eine Vorrichtung zum schnelleren Befüllen von Sandsäcken.

Beides soll in sogenannten Abrollbehältern untergebracht werden. Die können, wenn sie nicht gebraucht werden, im Gerätehaus abgestellt werden. Im Einsatzfall lassen sie sich sehr schnell auf ein entsprechendes Trägerfahrzeug ziehen.

Rettungsfahrzeuge kommen nicht überall hin

Wenn man einen dritten, für Löscheinsätze ausgestatteten Abrollbehälter anschaffe, dann könne dieses Trägerfahrzeug ein Tanklöschfahrzeug ersetzen, dessen Anschaffung ohnehin geplant war, argumentiert die Wehr. Das hätte zur Folge, dass das Budget nicht allzu sehr überzogen würde. Bürgermeister Uwe Kober gab die Mehrkosten nach der Sitzung mit etwa 500 000 Euro an.

Darin sind nach seinen Angaben aber auch die Kosten für ein Quad enthalten, dessen Kauf die Wehrführung ebenfalls für wünschenswert hält. Den Hügelweg nannte Kober als Beispiel dafür, dass die üblichen Fahrzeuge von Feuerwehr und Rettungsdienst nicht mehr überall hinkommen.

Hilfe von der Nachbar-Wehr nötig

Ein Rettungswagen wiegt normalerweise deutlich mehr als 3,5 Tonnen – ein Gewicht, dass bei vielen der arg ramponierten Straßen kritisch ist. Auch bei Einsätzen im Wald könnte ein solches Fahrzeug, das auch eine Krankentrage aufnehmen kann, gute Dienste leisten.

Das zeigte sich, als sich am 20. August ein Spaziergänger in einem Waldstück oberhalb der Brachtenbeck verletzte. Notarzt und Sanitäter mussten anderthalb Kilometer zu Fuß gehen, für den Abtransport des Verletzten wurde ein entsprechend ausgerüsteter Geländewagen der Iserlohner Berufsfeuerwehr angefordert.

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