Nach dem Hochwasser

Altenas Ordnungshüter bekommen Verstärkung aus dem MK

Größeres Team für Altenas Ordnungsamt: (v.l.) Peter Klauke, Michael Sonntag, Ulrike Anweiler, Florian Splitt-Meyer und Renate Stephan
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Größeres Team für Altenas Ordnungsamt: (v.l.) Peter Klauke, Michael Sonntag, Ulrike Anweiler, Florian Splitt-Meyer und Renate Stephan

Das nennt man Amtshilfe: Mit zwei Kräften aus Lüdenscheid wird das Ordnungsamt verstärkt. Die Mitarbeiter können diese Hilfe nach der Überflutung sehr gut gebrauchen, denn es herrscht Bedarf an allen Ecken und Enden.

Altena – Zu der Mehrbelastung durch Corona kamen praktisch über Nacht viele weitere Aufgaben hinzu: Wo gibt es Gefahrenstellen auf und an Straßen? Wie kann man Menschen helfen, die ihre Häuser verlassen müssen? Wie kann man verhindern, dass Menschen durch illegale Schrottsammler bestohlen werden? Es gilt, die Sammler zu kontrollieren. Teilweise waren auch Aufenthaltsverbote zu ahnden.

Jede Menge Aufgaben, die durch das extreme Hochwasser aus dem Nichts auf die Altenaer Ordnungshüter zukamen. „Wir konnten durch die Verstärkung aus Lüdenscheid ein zusätzliches Team bilden“, sagt Michael Sonntag, Mitarbeiter des Ordnungsamtes Altena.

Sechs statt vier Mitarbeiter im Ordnungsamt

Grundsätzlich ist vorgesehen, dass jeweils ein Mitarbeiter aus der Burgstadt – als Ortskundiger – und eine Verstärkungskraft aus Lüdenscheid gemeinsam auf Streife gehen. „Das gibt uns eine bessere Bandbreite“, freut sich Ulrike Anweiler, die Leiterin des Ordnungsamtes. Grundsätzlich muss sie mit einem knappen Personalstamm auskommen, der aus vier Mitarbeitern besteht. Jetzt sind es immerhin schon sechs.

Renate Stephan und Peter Klauke hatten am Freitag nach der Flut davon erfahren, dass sie in Altena gebraucht werden, am Samstag standen sie schon auf der Matte und stiegen in den Außendienst ein. Sie mussten Eindrücke sammeln, die sie erschreckt haben. „Ich brauchte erst einmal fünf Minuten“, berichtet Peter Klauke über seine ersten Momente in der Burgstadt.

Unbürokratische Hilfe auch für Bürgerservice

So etwas hatte er aus der Nähe noch nicht erlebt. „So stellt man sich Krieg vor.“ Die Ausmaße seien nicht zu erahnen gewesen.
Bürgermeister Uwe Kober (CDU) freut sich über die Unterstützung. „Die interkommunale Familie funktioniert“, stellt er fest. Bei einem Gespräch mit seinem Lüdenscheider Kollegen Sebastian Wagemeyer habe dieser gesagt: „Ihr braucht es jetzt nötiger als wir.“

So gibt es nicht nur die zwei zusätzlichen Kräfte für das Ordnungsamt, auch für den Bürgerservice wurde eine Kraft entsandt. Richtig viel Hilfe kam auch vom Baubetriebshof Iserlohn-Hemer: „Die waren mit bis zu 45 Kräften hier im Einsatz. Das uns sehr viel geholfen.“ Die Iserlohner hatten auch Fahrzeuge und Geräte mitgebracht. Auch das sei eine wertvolle Unterstützung gewesen.

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