Hochwasser im MK

Land unter in Altena und Nachrodt: Wasser, Geröll, Schäden - Straßen unpassierbar

Der Kreinberger Bach hat sich in einen reißenden Fluss verwandelt.
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Der Kreinberger Bach hat sich in einen reißenden Fluss verwandelt.

Das Unwetter hat den MK voll im Griff. Vollgelaufene Keller, überflutete Straßen und Gleise, reißende Bäche: Altena und Nachrodt-Wiblingwerde hat es besonders schlimm getroffen. Die Lage ist am Donnerstag weiter dramatisch.

+++ Wir beenden unsere Berichterstattung zum Hochwasser in diesem Artikel - und führen sie hier in einem neuen Newsticker weiter +++

Update 11.10 Uhr: Es ist ein kleines Glück im Unglück: Strom, Gas und Wasser funktionieren ohne Probleme in Nachrodt-Wiblingwerde. Doch: Wenn Keller unter Wasser stehen und die Hausanschlüsse dort sind, besteht Lebensgefahr. „Dann müssen sich die Bürger dringend bei uns melden“, appelliert Thomas Armoneit, technischer Leiter bei den Stadtwerken Iserlohn. Die Stadtwerke mussten deshalb in Lasbeck den Strom abschalten, können die Versorgung für die Doppelgemeinde aber im Moment gewährleisten. Kritisch sah es am Mittwoch an der Station am Helbecker Weg aus, „aber die konnten wir halten“, sagt Thomas Armoneit. Beobachtet wird im Moment besonders die Gasleitung an der Brücke zu AGN.  

Update 10 Uhr: „Aufgrund der Katastrophe bleibt der Markt heute leider geschlossen“, schreibt Kai Kantimm für den Edeka-Markt in Nachrodt. Auch der Bürgerbus fährt nicht und die Praxis von Matthias und Julian Hartig ist geschlossen.
Die Impftermine vom 15.07. + 16.07. können nach vorheriger telefonischer Absprache am kommenden Montag und Dienstag 19.07. + 20.07. nachgeholt werden!

Update vom 15. Juli, 7.47 Uhr: Die Lage in Altena und Nachrodt ist an vielen Stellen weiterhin kritisch und extrem unübersichtlich. Nach wie vor stehen Straßen und Gebäude unter Wasser. Die Feuerwehr Altena appelliert an die Bürger, zuhause zu bleiben und die Wohnung oder das Haus nicht zu verlassen. Die wesentlichen Durchgangs- und Verbindungsstraßen blieben auch am Donnerstag unpassierbar.

„Insbesondere in der Nette, der Rahmede und der Brachtenbecke ist mit immensen Straßenschäden zu rechnen. Die Innenstadt (Lenneuferstraße, Linscheidstrasse, Lennestrasse und Lüdenscheider Straße) sind überflutet. Mit weiteren Schäden ist auch in den Ortsteilen Evingsen, Dahle und in der Rahmede sowie in den Außenbezirken zu rechnen“, heißt es in dem Aufruf der Feuerwehr.

Der dringende Appell lautet, sich nicht in Gefahr zu begeben, und auf sich selbst und seine Nachbarn zu achten. Polizeisprecher Dietmar Boronowski betonte, dass insbesondere Unwetter-Touristen gerade völlig fehl am Platze seien. Am Mittwoch waren in Altena und Werdohl zwei Feuerwehrmänner ums Leben gekommen.

Hochwasser in Altena: Dramatische Szenen am Mittwoch

Update 21.28 Uhr: „Zu Hause bleiben, das hat Priorität“, schickt Feuerwehr-Sprecher Patrick Slatosch eine Bitte an die Bevölkerung. Angebote von Altenaer Bürgern, zu helfen, „mussten wir bisher ablehnen. Die Gefahr ist zu groß.“ Hilfe gibt es trotzdem: von Unternehmen, die mit Räumgeräten unterstützen. Die Straßen sind massiv überflutet. Die Einsatzkräfte sind am Limit. So wird versucht, jetzt erschöpfte Kräfte aus dem Einsatz zu entlassen und sie durch andere von außerhalb zu ersetzen. 

Update 20.50 Uhr: Völlig ausgelaugt und in tiefer Trauer um den verstorbenen Kollegen aus Altena kämpfen die Nachrodt-Wiblingwerder Feuerwehrleute nonstop gegen die Wassermassen. „Es ist eine dramatische Situation“, sagt Wehrleiter Mark Wille, der gerade am Hermann-Löns-Weg ist. Da ist ein Bachlauf, der eigentlich kanalisiert ist, außer Rand und Band. Die Bürger versuchen, ihr Hab und Gut zu retten, helfen, wo sie können. Die Feuerwehr bringt Sandsäcke in ungezählter Anzahl, baut Barrieren und müsste gleichzeitig an 100 anderen Stellen sein. An der Brenscheider Mühle hilft die Firma Bäcker einen Damm zu bauen, damit die Nahmer da bleibt, wo sie hingehört. Am Feuerwehrgerätehaus helfen Bürger Sandsäcke zu füllen. Laut Wetterdienst wird es auch in der Nacht regnen. 

Update 20.30 Uhr: Kurzentschlossen, um direkt Hilfe anzubieten, haben die Stadtwerke Iserlohn zwei Spenden-Aktionen initiiert - für die Unwetter-Geschädigten in Nachrodt-Wiblingwerde und in Lasbeck. Dabei geht es um Crowdfunding. Zu finden unter www.heimatcrowd.de . 250 Euro gibt es allein von der Stadtwerke-Belegschaft.

[Update 19.52 Uhr] Eine schreckliche Tragödie hat sich am Mittwoch bei einem Hochwasser-Einsatz in Altena ereignet. Ein Feuerwehrmann ist ums Leben gekommen.

[Update 17.55 Uhr] Besorgniserregend ist die Lage bei den Walzwerken. „Wir verbringen die Stunden damit, alle Zugänge mit Sandsäcken und allem möglichen Material abzudichten, damit kein Wasser in die Fabrikhallen ‚reinlaufen kann. Trotzdem: Ein paar Keller sind schon abgesoffen“, sagt Geschäftsführer Dr. Bodo Reinke. „Auch unsere Verwaltung steht knietief im Wasser. Niemand hat Angst, sich nasse Füße zu holen. Ich bin endlos dankbar, wie viele einsatzfreudige Mitarbeiter wir haben.“ 20 Walzwerke-Mitarbeiter haben eine Menschenkette gebildet, um das Aktenarchiv leerzuräumen, damit diese im Keller nicht verloren gehen. Pumpen wurden aufgebaut. Gravierende Schäden hat es bis jetzt nicht gegeben. In der Nacht bleiben einige Leute im Unternehmen, um zu retten, was zu retten ist. „Wichtig ist, dass es keine Maschinenschäden gibt und auch Stromleitungen und Netzwerkteile gesichert sind“, sagt der Walzwerke-Chef, der 2006 schon Ähnliches erlebt hat. 

[Update 16.02 Uhr] Der Nettebach in Altena läuft über und drückt vom Markaner her in die Fußgängerzone. Nun läuft auch die voll. Die Bewohner der Häuser in der Umgebung beginnen damit, ihre Fenster und Türen zu verbarrikadieren.

[Update 15.19 Uhr] Die Menschen werden Wassermassen kaum noch Herr. Selbst aus dem Klo kommen die Fluten in Wiblingwerde. Und es regnet weiter.

[Update 14.25 Uhr] Alle Zufahrtswege nach Altena werden gesperrt. Das teilt die Feuerwehr mit. Man kann die Stadt verlassen, rein kommt keiner mehr. Hintergrund: Alle Rettungswege müssen freigehalten werden, außerdem besteht akute Gefahr durch große Wassermengen auf den Straßen.

Die Feuerwehr Altena hat einen dringenden Appell an die Bürger in Altena: „Bleiben Sie zu Hause! Blockieren Sie keine Verkehrswege. Helfen Sie sich selbst! Wenige Zentimeter Wasser in einem Keller sind kein Einsatzgrund für die Feuerwehr.“

[Update 14.03 Uhr] Unvorstellbare Szenen auf der B 236 in Einsal in Höhe des Blitzers: Mit einem Damm aus Geröll, den Bauhof und Feuerwehr dort gebaut haben, soll verhindert werden, dass das Wasser, das in Massen vom Kreinberg auf die Bundesstraße stürzt, die Walzwerke flutet.

[Update 13.39 Uhr]  Krisentreffen im Feuerwehrgerätehaus am Holensiepen. Bürgermeisterin Birgit Tupat schaute auf die dramatische Lage mit dem stellvertretenden Feuerwehrchef Jens Klatt, Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz, Bauamtsleiter Dirk Röding und Kämmerin Gabriele Balzukat, die sich längst nicht entspannt. 

Die Einsatzkräfte benötigen nach zwölf Stunden eigentlich dringend mal eine Pause, doch ab 16 Uhr ist wieder eine violette Wetterlage angekündigt. 47 Einsätze gab es bisher und die Kraft des Wassers ist an vielen Stellen nicht gebändigt.

Eickhoff derzeit nicht erreichbar

Die Stadtwerke Iserlohn wollen Tauchpumpen zur Verfügung stellen, weil das Gerät langsam knapp wird in Nachrodt. „Privatstraßen sind auf einmal nicht mehr da“, sagt Bürgermeisterin Birgit Tupat entsetzt und ergänzt: „Große Bauchschmerzen bereitet uns der Eickhoff, der weder von unten noch von oben erreichbar ist.“ Sie hat mit den Anwohnern telefoniert, da auch pflegebedürftige Menschen am Eickhoff wohnen.

„ Mir wurde versichert, dass alles in Ordnung ist und man sich kümmert“, sagt die Bürgermeisterin. Es gibt mehrere Stellen, die die Einsatzkräfte nicht erreichen können: im Bereich Wörden runter zum Nahmer Tal beispielsweise. Die Straße ist unterspült und gesperrt. Starkregen hat es schon öfter gegeben. Kyrill hat Riesen-Kummer bereitet. „Aber das hier ist eine ganz andere Nummer“, sagt die Bürgermeisterin.

Bergheim nimmt Anwohner auf

[Update 13.35 Uhr] Der Grennigloher Weg in Altena ist so stark beschädigt worden, dass er unpassierbar ist. Die etwa 60 Anwohner werden zur Zeit im Feuerwehrgerätehaus Knerling betreut. Ihre Häuser sind unbeschädigt, aber kaum zu erreichen. Wer will, kann vorübergehend im Bergheim in der Rahmede wohnen.

Die B 236 als  Altenas Hauptverkehrsader ist weiterhin sowohl in Richtung Werdohl als auch in Richtung Nachrodt gesperrt, auch Züge fahren nicht.  

Burg und Drahtmuseum geschlossen

[Update 12.36 Uhr] In Altena heulen erneut die Sirenen. Es handelt sich um eine Nachalarmierung, weil wirklich alle verfügbaren Kräfte benötigt werden.  Auch der Kreis zieht Konsequenzen: Er schließt die Burg Altena und das Deutsche Drahtmuseum.

In Massen läuft das Wasser von den Treppen am Kreishaus in Altena.

„Die Stadt Altena wurde vom Unwetter besonders hart getroffen und ist verkehrstechnisch kaum noch zu erreichen“, sagt Pressesprecherin Ursula Erkens. Die Kreisverwaltung hat auch ihre Dienststellen in den Kreishäusern an der Bismarckstraße 15/17 sowie das Medienzentrum und die Regionale Schulberatungsstelle für den Märkischen Kreis geschlossen.

Schlamm: Bauhof kommt nicht an wichtige Materialien

[Update 11.54 Uhr] Weitere Schäden durch den starken Regen und Überschwemmungen: Die kleine Verbindungsstraße zwischen Wiblingwerde und Opperhusen ist an einer Stelle so stark beschädigt, dass sie nicht mehr befahrbar ist.

Und auch den Altenaer Bauhof hat es selbst getroffen: Teile des Betriebsgeländes sind so stark verschlammt, dass es kaum möglich ist, an einige für den Hochwasserschutz notwendige Materialien zu kommen. Das THW ist dorthin ausgerückt, um nach einer Lösung für das Problem zu suchen.

Lasbeck: Damm bricht, Häuser evakuiert

[Update 11.35 Uhr] Blick nach Lasbeck an der Ortsgrenze zu Nachrodt: Dort ist ein Damm des normalerweise recht beschaulichen Lasbecker Bachs gebrochen, erhebliche Wassermassen fließen über den Sportplatz und durch die Straßen der Siedlung. Die Feuerwehr hat mehrere Häuser evakuiert. 

[Update 11.23 Uhr]: In Altena ist nun auch die Lenneuferstraße gesperrt, weil die Lenne bald über die Ufer treten wird. Der Wasserstand steigt rasant, weitere heftige Niederschläge sind angekündigt. Der Bauhof hat die Durchgänge zur Innenstadt mit den Schutzbohlen verbarrikadiert.

Die Mitarbeiter sind seit den Nachtstunden im Großeinsatz. Sie hatten es aber zunächst gar nicht so einfach, zu ihren Fahrzeugen zu kommen. Knöcheltiefer Schlamm und Geröll blockierten den Brachtenbecker Weg kurz vor der Einmündung in die B 236

Duschking: Wasser läuft durch mehrere Stockwerke

In der Nacht stand die Lennepromenade übrigens schon einmal unter der Wasser: Ein Durchlass des Nettebaches und der Kanal in der Bachstraße konnte die Wassermassen nicht fassen. Wasser und Geröll flossen über Fahrbahn und überschwemmten den Markaner und die Lenneuferstraße.

Feuerwehrsprecher Patrick Slatosch meldet, dass inzwischen auf die VDM-Werkfeuerwehr und das DRK im Einsatz sind. Etwa 50 Einsätze seien bisher abgearbeitet.

Bei der Firma Duschking an der B 236 in Altena drang das Wasser in ein oberes Stockwerk ein und lief durchs ganze Gebäude.

Besonders hat getroffen es die in den Berg gebaute Firma Duschking an der Lüdenscheider Straße. Ein oberhalb des Gebäudes verlaufender Bach lief über, das Wasser drang in das Obergeschoss des Hauses ein und suchte sich dann seinen Weg durch mehrere Stockwerke. Hier gab es sogar einen Hochwassereinsatz für die Drehleiter der Feuerwehr: Mit ihrer Hilfe wurde der Datenserver des Unternehmens gerettet. Die Lage im MK ist angespannt, etliche Straßen sind dicht. Einen Überblick finden Sie hier.

Edeka in Nachrodt: Bedienungs-Theke bleibt geschlossen

Die Nachrodter Edeka-Mitarbeiter haben es nicht alle geschafft, zum Arbeitsplatz an der Altenaer Straße zu kommen. „Sie wohnen zum Teil in Lüdenscheid, Altena, Halver und Hagen und kommen nicht durch“, sagt Markt-Chef Kai Kantimm.

Und so ist die Bedienungstheke von Fleisch, Wurst und Käse heute geschlossen. „Aber natürlich haben wir die Pflicht, die Versorgung aufrecht zu erhalten und das machen wir auch mit einer Notbesetzung“, so Kantimm. Dramatisch sei die Wettersituation vor Ort aber nicht, es gibt bislang auch keine Schäden, nichts steht beim Edeka unter Wasser.

Säcke schleppen und Co.: Bürger helfen, wo sie können

[Update 10.05 Uhr]: 35 Einsätze erledigt, acht gibt es im Moment, drei sind noch in der Warteschleife i: Das ist die Situation um 9.54 Uhr bei der Nachrodt-Wiblingwerder Feuerwehr. Weggebrochen ist auch die Zufahrt zum Eickhoff. Die K24 ist augenscheinlich komplett weggespült und deshalb voll gesperrt.

Starkregen: Die Bilder aus Altena und Nachrodt

An der Elsa-Brandström-Straße in Altena liefen Keller voll.
An der Elsa-Brandström-Straße in Altena liefen Keller voll.
An der Elsa-Brandström-Straße in Altena liefen Keller voll.
An der Elsa-Brandström-Straße in Altena liefen Keller voll.
Starkregen: Die Bilder aus Altena und Nachrodt

Land unter auch von der Bachstraße: die Straßen, die rechts abgehen, wie der Friedhofsweg, sind nicht mehr befahrbar. Unterstützung hat die Wehr von Kollegen aus Iserlohn und Lüdenscheid, aber auch von Sigi Müller und der Firma Homann. Auch das THW ist vor Ort. Die Bürger, wenn sie nicht völlig verzweifelt sind, helfen, wo sie können, schleppen Sandsäcke, wie beispielsweise in Rennerde, wo Keller vollgelaufen sind und das Wasser hüfthoch auf den Wiesen steht.

Feuerwehr: Dauereinsatz seit 1 Uhr nachts

[Erstmeldung 8.10 Uhr]: „Wasser habe ich schon gesehen, auch viel Wasser. Aber das macht uns echt sprachlos“, sagt ein Anwohner des Friedhofsweges in Nachrodt. Verzweifelt versucht er mit seinen Nachbarn aus Brettern und Steinen einen Damm um sein Haus zu bauen, doch es ist ein Kampf gegen Windmühlen.

Der Kreinberger Bach ist zum reißenden Fluss geworden

Gegen 1 Uhr gingen in der Nacht die ersten Meldungen bei der Feuerwehr ein. Vollgelaufene Keller, überflutete Straßen und Erdrutsche wurden gemeldet. Es begann ein Kampf gegen schier unendliche Wassermassen – und es kam immer mehr Regen. „Wir sind eigentlich überall. Es gibt keinen Fleck in der Gemeinde, den es nicht getroffen hat.

Feuerwehr bekommt Verstärkung aus der Region

Alle Kräfte sind im Einsatz und wir bekommen jetzt noch Verstärkung aus Iserlohn“, erklärte Feuerwehrchef Mark Wille gegen 4 Uhr. Zu dieser Zeit waren die Kameraden unter anderem in Rennerde im Einsatz. „Unsere Nachbarn haben uns wach geklopft, dass Wasser aus unserer Garage läuft“, erzählt Carolin Sommer.

Schnell war klar, dass das Wasser nicht nur in der Garage stand, sondern im gesamten Keller. Den Nachbarn ging es ähnlich. Mehrere Stunden verbrachte die Feuerwehr allein in dem Dorf, kämpfte mit Pumpen gegen die Wassermassen. Doch es kam immer mehr nach. In Nachrodt musste derweil unter anderem die Bundesstraße gesperrt werden.

Lennetal: Bahnstrecke ist gesperrt

Zudem wurde die Bahnstrecke gesperrt. Vom Kreinberg hatten sich richtige Sturzbäche entwickelt, die jede Menge Schlamm und Geröll mit auf die Straße und die Bahnstrecke spülten. Stellenweise stand die B236 bis zu einem halben Meter unter Wasser. Mit einsetzendem Berufsverkehr nahm auch das Verkehrschaos zu.

Die Bahngleise sind in Nachrodt unterspült. Der Zugverkehr liegt lahm.

Immer mehr Autofahrer suchten die Ausweichstrecke über den Helbecker Weg. Schon um 5.30 Uhr ging dort nichts mehr. Immer mehr Einsatzkräfte und Spezialunternehmen rückten an. Doch die kamen nicht durch. Die engen Straßen mit geparkten Autos am Rand und Stau machten ein Vorrücken unmöglich. Die Firma Lobbe probierte zwischenzeitlich den Helbecker Weg zu sperren. Doch die sichtlich genervten Autofahrer ignorierten die Barken einfach.

B236: kein Durchkommen

Schlimm getroffen hat es die Anwohner der Schmalsgotte. Wassermassen bahnten sich den Weg aus Richtung Nordhelle ins Tal und sammelten sich knietief im mittleren Bereich der kleinen Straße.

„Es ist wirklich schwer, zu sagen, wann wir die Bundesstraße wieder frei geben können. Es regnet weiter und auch Starkregen ist noch gemeldet“, sagt Einsatzleiter Mark Wille. Er hat alle Hände voll zu tun, die Einsätze zu priorisieren und abzuarbeiten. „In der Schmalsgotte helfen uns jetzt die Kollegen aus Letmathe“, berichtet Wille.

Probleme hatten die Mitarbeiter der Walzwerke. Zum Schichtwechsel waren sie quasi auf dem Werksgelände gefangen. In keine Richtung ging es in Richtung zuhause. Die Kollegen der Frühschicht versuchten sich zum Teil zu Fuß den Weg zur Firma zu bahnen. Nicht nur der MK ist massiv betroffen: In vielen Regionen Nordrhein-Westfalens sind die Folgen des Unwetters und Dauerregens zu spüren

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