Baustelle Haushaltssanierung

So hoch müssten Steuern in Altena steigen

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Bauen in Altena? Angesichts der drohenden Steuererhöhungen wird sich das manch einer überlegen.

Altena - Die vom Land angeordnete Haushaltssanierung müsse über Steuererhöhungen erfolgen gab Paul Köhler nach seiner Ernennung zum Beauftragten unumwunden zu. Das wirft die Frage auf, warum sich ein hoch bezahlter Leitender Regierungsdirektor der Sache annehmen muss: Stadtkämmerer Stefan Kemper weiß längst, was nötig wäre.

Von Thomas Bender

3,1 Millionen Euro fehlen ihm 2016 in der Kasse. Um das aufzufangen, sei ein Grundsteuerhebesatz von 1039 Punkten nötig, rechnete er Ende Januar dem Rat vor.

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Das wäre etwa eine Verdoppelung des seit Jahresbeginn geltenden Satzes von 500 Punkten. Welche Konsequenzen das für einzelne Bürger hätte, hängt von deren individueller Wohnsituation ab.

Der Mieter einer einfachen Baugesellschaftswohnung am Breitenhagen käme noch vergleichsweise glimpflich davon: Er müsste über die Nebenkosten rund 70 Euro Steuern mehr pro Jahr bezahlen.

Die Nebenkosten einer knapp 70 Quadratmeter großen Wohnung am Pragpaul stiegen schon um 185 Euro jährlich an. Wer in der Innenstadt eine 100 Quadratmeter-Wohnung mit gehobener Ausstattung bewohnt, müsste mit einer zusätzlichen Belastung von über 530 Euro rechnen.

Fast 90 Euro pro Monat würde er dann für die Grundsteuer aufbringen müssen. Für den Besitzer eines kleineren Einfamilienhäusches aus den 60er Jahren im Innenstadtbereich stiege nach einer Beispielsrechnung die Grundsteuer von jetzt 300 auf über 600 Euro an.

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