Kunst im St.-Vinzenz-Krankenhaus

Hobbykünstler stellen aus.

ALTENA -  „Was tut Farbe mit Menschen? – Sie verändert das Befinden. Mit diesen Worten eröffnete Jens Linderhaus, Chefarzt und Ärztlicher Direktor am St. Vinzenz-Krankenhaus, am Donnerstag eine Ausstellung im Rahmen der Reihe „Kunst im Krankenhaus“ im Foyer des Hauses.

Bis zum 6. März stellen Kursteilnehmer von Diplom-Kunstmalerin Ursula (Ülle) Buschmann hier ihre Arbeiten aus. Der Betrachter kann sich auf „niedliche Erdmännchen“ einlassen oder sich in abstrakte Bilder vertiefen. Die Bandbreite der Motive ist so groß, wie die gewählten Malstoffe: So findet der Besucher im Foyer des Krankenhauses sowohl Aquarell-, Acryl- oder Ölbilder sowie Werke, die mit Pastellkreide gemalt worden sind.

Das Alter der Aussteller liegt zwischen 20 bis über 80 Lebensjahren. „Und“ – so formulierte es Chefarzt Jens Linderhaus: „Es sind heute erstmals auch absolute Beginner dabei, die ihre Werke präsentieren, was man aber nicht sieht.“ Er attestierte den Hobbykünstlern „viel Mut“ und dankte ihnen dafür, eigene Vorsätze wie „das könnte ich doch auch mal machen“, wirklich umgesetzt zu haben.

So komme Farbe in den Bildern „mal als Knaller daher“, oder „als ruhige elegante Brise“, wie sie am Meer vorkomme. Linderhaus bemühte das Bild eines Ausflüglers, der stundenlang durch die Landschaft fahre, um ans Meer zu gelangen. „Dann steigt er auf eine Düne und auf einmal liegt das Meer da: Tiefblau oder herrlich grün. Was für ein Glücksgefühl!“

Der Arzt wünschte den Teilnehmern der Vernissage „viel Spaß“ und ließ auch nicht unerwähnt, dass die Ülle Buschmann-Schülerinnen und Schüler (Walter Bartz ist der einzige männliche Teilnehmer der Kursreihe), bei der Altenaer Hobby-Kunstpreis-Verleihung „Hobbit 2014“ immerhin vier hervorragende Platzierungen erzielen konnten. Die Werke von Christa Groll, Elfriede Klein, Katrin Lanwehr, Annelie Linderhaus, Brigitte Müchler, Ute Nüsken, Brigitte Reif, Ursula Rinke, Anna Schmies, Ida Ullrich und Walter Bartz entstanden das ganze vergange Jahr über. So dürfen sich Interessierte auf Werke freuen, bei denen deutlich wird „dass alle Hobbykünstler dauerhaft eine enorme Freude am Malen haben“, so Linderhaus. Weil es freie Kurse seien, suche sich jeder seinen ureigenen Weg, um etwas auszudrücken. „Das ist in der Form- und Farbsprache gut zu erkennen“, lobte der Laudator abschließend.

Von Johannes Bonnekoh

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