Historisches Ziborium liebevoll restauriert

Das historische Ziborium von St. Matthäus.

ALTENA - Noch vor dem Osterfest ist das neugotische Ziborium der St. Matthäus-Gemeinde an die Lenne zurück gekehrt. Pfarrer Ulrich Schmalenbach hatte das wertvolle liturgische Gerät zur Restaurierung in die Fachwerkstatt von Norbert van Ooyen in Kevelaer gegeben.

Der Handwerksmeister, bundesweit einer der wenigen Kirchengoldschmiede, hat es von Grund auf saniert. Bei dem Objekt handelt es sich um eine Art Speisekelch, in dem geweihte Hostien aufbewahrt werden. Wer es einmal fertigte, ist nicht mehr zu ermitteln, da es darüber keine Unterlagen gibt. Van Ooven ist aber sicher, „dass es in der Zeit zwischen 1880 bis 1900, also der Zeit des Historismus, in einer Werkstatt im Rheinland gefertigt wurde.“

Der historische Speisekelch aus Altena besteht aus sieben miteinander verschraubten Bauteilen. Alle sind massiv versilbert, die Oberschicht ist vergoldet. In Norbert van Oovens Fachwerkstatt wurden jetzt fachgerecht die Gebrauchsspuren der letzten Jahrzehnte beseitigt.

Der Kelch selbst hat eine Höhe von rund 28 Zentimetern und einen Durchmesser von etwa 12 Zentimeter. Der Meister aus Kevelaer vergoldete das mit einem festen Deckel versehene liturgische Gerät so, wie es einst der anfertigende Goldschmied tat: Auf galvanischem Weg und nicht durch Feuervergoldung.

Norbert van Ooven ist sicher, „dass dieses Ziborium jetzt wieder 50 Jahre problemlos in Gebrauch sein kann.“

Pfarrer Ulrich Schmalenbach bittet seine Gemeinde um Spenden für die Restaurierung. Selbstverständlich stellt die Kirche entsprechende Quittungen fürs Finanzamt aus.

von Johannes Bonnekoh

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