Es sind noch Schilder da

Mit Kunststoff beschichtete Metallplatten zeigen historische Motive und geben dazu einige Informationen in Textform. Die ersten Schilder für den Drahthandelsweg wurden 2001 aufgestellt. - Fotos: Keim

Altena - Der Zahn der Zeit hat vielen der einst so schmucken Schilder für den Drahthandelsweg ordentlich zugesetzt. Sie gehören ausgetauscht, denken viele Betrachter beim Anblick der verblichenen Innenteile.

Und sie könnten ausgetauscht werden, jedoch nicht ohne Weiteres. Etliche Exemplare, unter anderem eines für die Fritz-Berg-Brücke, lagern in der Werkstatt der Brüder Klaus und Siegfried Berthold an der Bachstraße. Sie haben aber einen Schönheitsfehler: Ihr Durchmesser ist um einiges zu groß geraten. Mit einer Bandsäge lasse sich das Problem jedoch beheben, versichern die Brüder.

Etwa 15 Schilder wurden seit 2001 auf der etwa 15 Kilometer langen ersten Teilstrecke vom Altenaer bis zum Iserlohner Bahnhof aufgestellt. Die Schilder erinnern an die Tradition des Weges als Transportstraße für Draht in vorindustrieller Zeit. Die Innenteile bestehen aus einer Kunststofftafel mit Metalluntergrund, auf der Fotos und kurze Texte zu sehen sind. Eingefasst sind sie in einen handgebundenen Drahtring aus fünf Millimeter starkem V2A-Stahl. Den Drahtring haben die Gebrüder Berthold hergestellt, die auch die Drahtbäume in der einst „Stahlrumpschen“ Werkstatt fertigen. Initiator und Ideengeber war damals Arnold Rump.

Immerhin rund 50 Kilogramm wiegt ein einzelnes dieser Schilder. Sie seien bewusst sehr stabil konstruiert, erinnert sich Uwe Krischer, einst Bereichsleiter in der Altenaer Stadtverwaltung und Mitglied der Arbeitsgruppe zur Schaffung des Drahthandelsweges. „Wir wollten damals keine 08-15-Schilder“. Da habe man sich an die Gebrüder Berthold gewandt, die in der Metallbearbeitung sehr erfahren seien. Als Schutz gegen mögliche Diebstähle „für den Partykeller“ oder gegen Vandalismus seien die Konstruktionen damals bewusst sehr solide und stabil ausgelegt worden. Das habe sich auch durchaus bewährt, erinnert sich Krischer.

Wenn nun tatsächlich Schilder erneuert werden sollten, könnte sich diese robuste Bauweise durchaus als gewisses Hindernis erweisen. Krischer staunt im Übrigen darüber dass die Schilder überhaupt so lange gehalten haben.

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