Hinne-Haus nur noch ein Torso

+
Freier Blick: Stadtplaner Roland Balkenhol auf dem ehemaligen Dachboden des Hinne-Hauses. ▪

ALTENA ▪ Das Dach ist schon weg, es bietet sich aus dem dritten Stock des ehemaligen Möbelgeschäftes Hinne freier Blick auf die Burg und die Lennestraße. Die von der Stadt beauftragte Abbruchfirma hat zunächst im Gebäudeinneren ordentlich geschuftet. Es wurden Wände herausgebrochen und der Dachstuhl abgebaut und zerlegt.

Bei allem musste zudem Wert auf eine sortenreine Trennung der Materialien gelegt werden, sonst klettern die Deponiekosten gewaltig in die Höhe, weiß Stadtplaner Roland Balkenhol, der Abriss und Neubau des Portals zum Burgaufzug unter seinen Fittichen hat.

Dass man bisher nicht viel vom Fortschritt der Arbeiten bemerkt habe, liege eben daran, dass bislang fast alles im Inneren von statten ging. „Entkernung“ nennt der Fachmann diese Vorarbeiten, die zu allererst mit Muskelkraft erledigt werden müssen. „Wenn dann der Bagger anrückt, wird es ziemlich schnell gehen“, erwartet Roland Balkenhol. Das Weihnachtsfest werde die Immobilie wohl nicht mehr erleben.

In dem Haus, errichtet 1909, befand sich seit den 30er Jahren über viele Jahrzehnte die Möbelhandlung Hinne. Zuvor gab es an dieser Steller ein Bekleidungsgeschäft. Ende der 80er Jahre gab der Inhaber das Möbelgeschäft auf; der Druck durch Einrichtungshäuser auf der grünen Wiese war zu groß geworden.

1990 dann kaufte schließlich die Stadt Altena die Immobilie. Ein rückwärtiger Anbau, der bis an den Fels heranragte, wurde abgerissen – er war vom Hausschwamm befallen – und an seiner Stelle ein Übergangswohnheim für Asylbewerber errichtet. Es wird jetzt ebenso abgerissen wie der Hauptbau. ▪ tk

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare