Arbeitseinsatz im Pinsk-Lager

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Extraschicht für Ulla Klüppel, Olga Güntzel und Lothar Bandt: Weil am 21. November ein LKW nach Pinsk fährt, gibt es im Lager des Fördervereins zur Zeit viel Arbeit.

ALTENA - Eigentlich ist immer mittwochs Arbeitseinsatz im Pinsk-Lager. Weil am 21. November ein LKW die gesammelten Kleidungsstücke und Hilfsgüter, aber auch viele Privatpakete in die weißrussische Stadt transportieren wird, mussten die Helfer am Samstag eine von vielen „Extra-Schichten“ einlegen.

Sie sichteten die vielen dort abgegebenen Säcke und Kartons mit Kleidung.

Dabei fiel erneut auf, dass einige Bürger den Sammelplatz vor der Schreinerei Frank in Dahle als Entsorgungstelle für ihre Lumpen nutzen. „Das ist eigentlich ziemlich unverschämt, was uns hier so abgegeben wird“, ärgerte sich Ulla Klüppel und warf eine mit Farbe verdreckte Hose in den Müll.

Die vielen Pakete, die von Altenaern an befreundete Familien oder Ferienkinder mitgeschickt werden, müssen genau adressiert sein. Darum kümmert sich Olga Güntzel. „Wir haben uns durch Zufall vor 18 Jahren in der russischen Botschaft in Bad Godesberg kennengelernt“, berichtet Klüppel. „Ich wollte den Besuch der Ferienkinder organisieren und dabei stellte sich heraus, dass Olga aus Pinsk stammt.“

Die Logopädin wohnt in Herscheid und arbeitet im Klinikum in Hellersen. Für sie ist es eine Selbstverständlichkeit, dem Förderverein zu helfen. Sie übersetzt die Adressen und schreibt sie in kyrillischer Schrift auf die Pakete. „In Pinsk wird die gesamte Fracht in einer angemieteten Halle gelagert und von dort aus verteilt, an Privatpersonen, Kinder- und Altenheime, Krankenhäuser und natürlich auch an die Familien der Ferienkinder“, erklärt Güntzel. Die Freude wird also groß sein, wenn der zweite Transport dieses Jahres eintrifft. - sis

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