Hilfe für Wunden, die nicht richtig verheilen

+
Peter Achterberg liegt entspannt auf der Liege im septischen Behandlungszimmer des St. Vinzenz-Krankenhauses. Chefarzt Dr. Matthias Richter ist mit dem Verheilen der Wunde sehr zufrieden. Rechts Wundexpertin Katja Mohr vom Sanitärhaus Sediment.

ALTENA - Das Quentchen besser zu sein als die Konkurrenz, mehr anzubieten, als gewöhnlich: Das gehört zum Selbstverständnis des St. Vinzenz-Krankenhaus an der Bornstraße. Ein Puzzlestückchen dazu ist die so genannte „Wundsprechstunde“, die die Chefärzte Dr. Matthias Richter, Dr. Peter Gruber oder Oberarzt Musfa Karoud regelmäßig anbieten.

An sich gehörte sie räumlich ins Gesundheitszentrum, „doch im St. Vinzenz-Krankenhaus haben wir septische Räume und da bietet es sich an, die Patienten mit diesen teils höchst bakteriellen Wunden hier zu behandeln“, sagt Dr. Matthias Richter.

Es hat sich herumgesprochen, dass die Mediziner, unterstützt unter anderem durch Wundexpertin Katja Mohr vom Sanitätshaus Sediment aus Meinerzhagen, jeweils mittwochs alle 14 Tage von 13 bis 16 Uhr eine „Wundsprechstunde“ eingerichtet haben. Dabei geht es in erster Linie darum, Patienten mit schlecht heilenden Wunden zu versorgen.

Peter Achterberg aus Altena ist so ein Patient. Seine Leidensgeschichte scheint zu Ende, seit er sich vor 13 Monaten Dr. Matthias Richter und Katja Mohr anvertraut hat. „Bei mir wurden plötzlich zwei Zehen schwarz, einher ging das mit der so genannten Schaufensterkrankheit, also großen Schmerzen beim Gehen“, erzählt der Mann. Ärzte eines Hagener Krankenhauses amputierten ihm daraufhin zwei Zehen. Aber es bildeten sich nicht verheilende Wunden im OP-Bereich und dem Schienbein. Dann hörte Achterberg von der Wundsprechstunde und vertraute sich Dr. Matthias Richter an.

„Wir betreuen unsere Patienten mit modernster Diagnostik, legen Spezialverbände an und schreiben auch Rezepte für eine häusliche Behandlungspflege“, erläutert Richter. Denn: Bei Fällen wie Peter Achterberg „muss mindestens drei Mal pro Woche ein spezieller Wundverband fachgerecht gewechselt werden.“ Da kommt dann auch Katja Mohr ins Spiel. Ihr Haus liefert „das modernste, was es auf dem Sektor Versorgung zur Wundheilung gibt. Die Erfolge geben uns recht“, sagt die Frau selbst bewusst.

Achterberg – aber auch andere Patienten mit nicht schließenden Wunden – sind froh, dass die St. Vinzenz-Ärzte sich die Zusatzzeit für ihre Probleme nehmen. „Manchmal kommt es vor, dass wir auch zu einem OP-Eingriff raten. Der kann in der Regel dann aber auch bei uns im St. Vinzenz-Krankenhaus durchgeführt werden“, so Richter.

Er lädt betroffene Personen ein, vorbeizuschauen. „Wir sind hier auf wirklich schwierige Fälle spezialisiert.“

Achterbergs Wunden sind heute geschlossen, aber das Bein ist teilweise noch gerötet. „Ich habe vollstes Vertrauen“, sagt der Mann. Er scheint endlich am Ende seines Leidensweges...

von Johannes Bonnekoh

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare