Sozialdienst katholischer Frauen sucht neue ehrenamtliche Helfer

Hilfe für Menschen in Not leisten

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Die haupt- und ehrenamtlichen Frauen vom SKF und ihre beiden „Quotenmänner“ Klaus Dörseln und Pfarrer Ulrich Schmalenbach möchten das Team gerne erweitern.

Altena - Immer vor Weihnachten schickten die Damen des Sozialdiensts katholischer Frauen (SKF) einst die Wichtelmännchen los: Da halfen Altenaer Altenaern, die kein Geld für einen Weihnachtsbraten oder Geschenke für die Kinder übrig hatten. Jetzt braucht der SKF selbst ein paar Wichtelmännchen: Gesucht werden dringend ehrenamtliche Mitarbeiter, die Bürgern lebenspraktische Hilfestellung geben können.

Es sind gar nicht wenige Altenaer, die ihre Behördenangelegenheiten oder Arztbesuche nicht mehr alleine koordinieren können. „Das kann auch ganz gestandenen Leuten passieren, die ihr Leben immer im Griff hatten.

Leben im Griff haben

Wenn das Gedächtnis oder die körperliche Kraft im Alter nachlässt, dann braucht man halt Hilfe. Die bekommt man bei uns schnell und auch unbürokratisch“, berichtet das Team. Mancher Besucher des Büros im Haus der Caritas hat den SKF als ständigen Begleiter im Leben dabei. Das sind Menschen, die erkrankt sind und unter gesetzlicher Betreuung stehen. Auch um deren Angelegenheiten kümmern sich die Damen. Vier Frauen sind hauptamtlich beim SKF beschäftigt und kümmern sich im Büro um alle Vorgänge. „Unsere Ehrenamtler arbeiten an der Front“, berichtet das Team SKF, das sich auch um Alleinerziehende und Verschuldete kümmert.

Quotenmann

Für Bürger mit schwer überzogenen Konten ist „Quotenmann“ Klaus Dörseln da, der neben Pfarrer Ulrich Schmalenbach einziger Herr im Team der Damen ist. Dörseln hat einen ziemlich harten Job und wühlt sich oft durch unsortierte Mahnungen. „Wir mussten oft in letzter Minute verhindern, dass Leuten Strom und Wasser abgestellt wird.“ Für langfristige Entschuldung stellt Klaus Dörseln oft harte Sparpläne auf und zahlt den Hilfesuchenden ein streng limitiertes Budget aus, damit sie eines Tages von ihrer Last befreit werden können. „Einmal kam eine verwitwete Frau ohne Deutschkenntnisse mit einem ganzen Rucksack voller Papiere bei uns vorbei und wusste überhaupt nicht, was das alles war und wo sie anfangen sollte.“ Ohne den Sozialdienst wäre sie wohl auf der Straße gelandet.

Viele Gespräche

Das Team hat bei Energieanbietern und Vermietern oft einen Vertrauensvorschuss. Bis zu einem begrenzten Maß kann aus den gespendeten und selbst erwirtschafteten Mitteln des SKF eine Stromschuld beglichen werden. Darüber hinaus müssen von existenzieller Not betroffene Klienten mit dem Team zusammenarbeiten, um wirtschaftlich wieder Fuß fassen zu können. Alleinerziehende finden über den SKF Kinderbetreuung, manchmal auch einen Zuschuss für Kleidung. Ein-Euro-Jobber bekommen von den Frauen Stellen vermittelt und einsame Menschen haben in der „Gruppe Kontakt“ einmal im Monat die Möglichkeit, in lockerer Runde Bingo im Fritz-Berg-Haus zu spielen und Kaffee zu trinken: „Ja, es gibt trotz des regen Vereinslebens in Altena viele Leute, die von sich aus kaum Bekanntschaften schließen können. Die brauchen einen kleinen Anschub.“

Kasse auffüllen

Bekannt macht sich der SKF alle 14 Tage in der Burg Holtzbrinck beim Waffelbacken. Jeder eingenommene Euro wird dringend gebraucht und ganz besonders Bürger, die sich für andere Altenaer engagieren möchten. Potenzielle Ehrenamtler können sich telefonisch melden unter der Rufnummer 919380 oder per Mail an skf@caritas-altena.de. Ganz neu ist auch der Facebookauftritt der Frauen: „Unser erster seit Gründung im Jahr 1949!“, lachen die Damen.

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