„Hilfe, Hilfe, er verblutet...“ Alarmübung auf Rosmart

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Realistisches Szenaria auf Rosmart: Die Wehr übte den Ernstfall.

ALTENA „Schwerer Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten auf der Kreuzung Rosmarter Allee, unterhalb der Märkischen Nieten.“ Dieser Notruf erreichte die Kreisleitstelle der Feuerwehr gestern Abend um 18.32 Uhr. Sofort löste der Zentralist Sirenenalarm aus, wurden die 60 Helfer der Löschgruppen aus Drescheid, Rahmedetal und Rosmart sowie hauptamtliche Kräfte zum Einsatzort beordert.

Real gab es jedoch keinen Ernstfall. Unterbrandmeister Timo Rode hatte eine Alarmübung konzipiert, um einen Massenunfall für Altena an dieser weit vom Zentrum gelegenen Stelle zu simulieren.

Das Chaos auf der Straße mit laut schreienden Schwerverletzten, zerborstenen Fahrzeugen und einer unübersichtlichen Lage galt es für die Einsatzleitung zu entwirren und schnellsmöglich Rettungsmaßnahme einzuleiten. Dafür standen auch ausgebildete DRK-Sanitäter aus Altena und zur Hilfe gerufene Kräfte aus Lüdenscheid bereit. Auch Notarzt Dr. Helmut Mahr (St. Vinzenz) und sein Kollege Dr. Frank Mewes (Lüdenscheid) eilten zum Ort des Geschehens.

Hier spulten die Helfer dann routiniert die Hilfsmaßnahmen wie das Versorgen der stilecht geschminkten Unfallopfer (Mitglieder der Jugendfeuerwehr Kierspe), das Herausschneiden aus den Autowracks und die Koordinierung mit den eilig herbei gerufenen Rettungshubschraubern (nur Fiktion).

Die Komparsen gaben dabei alles und ihre Rufe wie: „Hilfe, Hilfe, er verblutet. Warum holt mich denn keiner aus dem Auto?“ hallten über die Straße.

Alexander Grass, bald neuer Stadtbrandinspektor, überwachte als Zaungast die Übung. Sein Fazit nach rund 90 Minuten: Gute Zeiten, gute Leistung.

von Johannes Bonnekoh

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