In Altena

Hilfe beim Wiederaufbau: neue Anlaufstelle für Flutopfer

Das große Aufräumen nach dem verheerenden Hochwasser in Altena geht weiter.
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Nach der Flut hat der Wiederaufbau wieder begonnen.

Eine neue Anlaufstelle für Betroffene der Flut gibt es in Altena: Hilfe bei Anträgen für Wiederaufbauhilfe und weitere Probleme werden in der Freiheit26 geklärt. Interessierte müssen einiges beachten.

Altena – Da die nächste Stufe der Hilfe für Hochwasseropfer für manche mit Schwierigkeiten verbunden ist, hat die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Kreis ein regelmäßiges Hilfsangebot in der „Freiheit26“, im Integrationsbüro an der Freiheitstraße, eingerichtet. Das haben Stadtkämmerer Stefan Kemper und Anette Wesemann von der Stadtverwaltung vorgestellt.

Mit im Boot sind Caritas-Verband, DRK-Kreisverband, der Awo-Unterbezirk und die Diakonie Mark-Ruhr. „Ich bin sehr froh über diese vielfältige Form von Unterstützung“, sagte Kemper. Die Berater sind mit Laptops ausgestattet und helfen vom Hochwasser Betroffenen dabei, Geld aus dem Wiederaufbau-Programm zu beantragen.

Anträge für Hilfe: Viele Unterlagen nötig

Das Land Nordrhein-Westfalen hat Mitte September eine Förderrichtlinie herausgegeben, nach der sich die Hilfestellung jetzt richtet. Dafür ist dann doch einiges mehr nachzuweisen als für das Nothilfeprogramm. Es geht schließlich auch um höhere Summen, vorwiegend zum Ersatz von Gebäude- und Hausratschäden. Wichtig zu wissen: Es handelt sich um ein reines Online-Verfahren.

Die nötigen Unterlagen im Überblick:
. E-Mail-Adresse zur Registrierung
. Personalausweis oder sonstiges Dokument zur Identifizierung
. Steuer-Identifikationsnummer und die der im Haushalt lebenden Angehörigen (der Steuererklärung oder Gehaltsmitteilung zu entnehmen, ansonsten über den Bürgerservice der Stadt zu erfragen)
. Kontoverbindungsdaten
. Vollmacht, falls man den Schaden für eine andere Person anmeldet
. Angaben zum Grundstück aus dem Grundbuch (Gemarkung, Grundbuchblatt, Flur und Flurnummer, sofern bekannt)
. Aufstellung der Schäden oder ein Gutachten über den Schaden (ab einer Schadenssumme von 50 000 Euro erforderlich) oder die Schadensdokumentation der Versicherung (können nachgereicht werden)
. Bescheid über Ablehnung durch die Versicherung, sofern vorhanden
. Angaben zu bisher erhaltenen Spenden
. Bescheinigung über erhaltene Soforthilfe
. Antrag oder Bescheinigung über andere öffentliche Förderungen
. Planungsunterlagen für den Wiederaufbau oder einen Ersatzneubau, sofern bereits vorhanden
. Bescheinigung der Unteren Denkmalbehörde, wenn denkmalpflegerischer Mehraufwand beantragt wird
. Im Einzelfall erforderliche Genehmigungen (insbesondere Baugenehmigung)
. Bei Einkommenseinbußen (Mietausfälle oder Verringerung von Mieteinnahmen) muss ein Kostengutachten sowie ein Nachweis über die vermieteten Einheiten zum Schadenszeitpunkt vorgelegt werden.

Beratung nur nach Termin

Mit den Hochwasserschäden beschäftigte sich am Dienstag auch ein Arbeitstreffen, für das Dr. Fritz Jaeckel, Landesbeauftragter für den Wiederaufbau in den Flutgebieten, nach Altena kam. Um den massiven Schäden der Stadt Herr zu werden, soll ein externer Projektsteuerer eingesetzt werden und der Verwaltung helfen. Das Thema wird am Montag, 4. Oktober, in der Sitzung des Rats behandelt.

Die Beratungsstelle in der „Freiheit 26“ an der Freiheitstraße hat montags bis mittwochs von 8 bis 16 Uhr, donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr geöffnet.

Sprechstunden der Caritas

Wichtig ist: Eine Beratung rund um das Thema finanzielle Hilfen, Wiederaufbau und Antragstellung ist nur mit Termin möglich. Dieser kann telefonisch unter 0 23 52/ 3 37 09 43 oder per E-Mail an Aufbauhilfe-Hochwasser@maerkischer-kreis.de vereinbart werden.

Termine für die offenen Sprechstunden der Caritas für Flutopfer im Apollo-Kino können täglich zwischen 8.30 und 16 Uhr unter der Nummer 0 23 52/9 19 30 im Haus der Caritas, Werdohler Straße 3, vereinbart werden. Infos zum Wiederaufbau und Hilfen sind unter www.land.nrw.wiederaufbauhilfe.de zu finden.

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