Hier sollen in Altena Luxuswohnungen entstehen

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Auf diesem Grundstück  könnten die Wohnungen entstehen.

Altena – Für 93.000 Euro bietet die  Immobilienfirma Kraus und Opitz ein Grundstück am Tiergarten an. Doch das Ehepaar Opitz kann sich auch vorstellen, das Areal selbst zu bebauen - mit nicht ganz billigen Wohnungen.

An der Graf-Adolf-Straße steht ein fast 1000 Quadratmeter großes Grundstück zum Verkauf. Angeboten wird es von der Immobilienfirma Kraus und Opitz, die es für 93 000 Euro annonciert. Er könne sich aber auch vorstellen, die Fläche selbst zu kaufen, sagt Andreas Opitz. 

Zusammen mit Ehefrau Verena und dem Dahler Architekten Melchior Ossenberg-Engels hat er das Grundstück nämlich schon überplant. Dort könnten in einem dreiflügeligen Neubau acht sehr komfortable und weitgehend barrierefreie Eigentumswohnungen mit Tiefgarage, Dachterrassen und Aufzug entstehen. 

Fertigstellung bis 2021 möglich

Die Firma Kraus und Opitz besaß vor vielen Jahren jenes Grundstück an der Freiheit-straße, das inzwischen der Berg-Stiftung gehört, die bekanntlich große Probleme mit ihrem dort begonnenen Vorhaben hat. Es wurde wegen Baumängeln gestoppt, der Gerichtsprozess beginnt am 29. Januar 2020. 

Seine Firma habe damals an dieser Stelle den Bau von Eigentumswohnungen geplant und dabei festgestellt, dass es dafür in Altena einen Bedarf gibt, sagte Opitz jetzt. Dass sich das Vorhaben dann doch nicht realisieren ließ, habe mit mangelnder Nachfrage nach den Wohnungen jedenfalls nichts zu tun gehabt. Ob das Projekt tatsächlich verwirklicht wird, ist noch offen. 

Andreas und Verena Opitz bieten die Wohnungen derzeit auf Immobilienportalen im Internet an. Wenigstens ein paar Kaufzusagen seien nötig, um mit dem Bau zu beginnen, sagen sie. Die Fertigstellung könnte im Sommer 2021 erfolgen. 

Bauen überall gleich teuer

Das Projekt zielt erkennbar auf Senioren mit gutem Einkommen – die kleinsten Wohnungen mit 62 Quadratmetern sollen über 230 000 Euro kosten. Ihr sei klar, dass das für den Altenaer Markt eher ungewöhnliche Preise seien, sagt Verena Opitz. „Aber man muss einfach berücksichtigen, dass das Bauen in Altena genauso teuer ist wie in anderen Städten.“ Allenfalls bei den Grundstücken spare man, Arbeitslöhne und Materialkosten seien genauso hoch wie in Hagen, Dortmund oder anderswo. 

So könnte der Komplex aussehen.

Dass es in Altena einen Markt für seniorengerechte und großzügig geschnittene Wohnungen gibt, ist offenkundig. Bisher zogen ältere Altenaer gerne in die Innenstadt, wenn ihnen ihre Häuser in den Außenbezirken zu groß geworden waren. Allerdings biete die Innenstadt inzwischen keine Vorteile mehr , argumentiert das Ehepaar Opitz. Lebensmittel und andere Waren des täglichen Bedarfs bekommt man dort nur sehr eingeschränkt, zum Einkaufen muss man ohnehin mit dem Auto, Taxi oder Bus fahren. 

Wohnungen lassen sich kombinieren

Zu jeder der am Tiergarten geplanten Wohnungen sollen zwei Stellplätze in der hauseigenen Tiefgarage gehören. Die Busse der Linie 30 halten gewissermaßen vor der Haustür. Mit einem ruhigen Wohnumfeld und einem fantastischen Fernblick werben die Makler, aber auch mit Exklusivität: „Die Wohnungen verfügen allesamt über großzügige Balkone und Dachterrassen, lichtdurchflutete Räume, Fußbodenheizungen, Parkettböden sowie bodengleiche Duschen im Badbereich.“ 

Auch an die Umwelt wird gedacht: CO2-Neutralität werde angestrebt, unter anderem durch den Einsatz von Photovoltaik und Geothermie. 

Und eine modulare Bauweise ermöglicht es, Wohnungen zusammenzulegen. Beispiel: Wem 62 Quadratmeter nicht reichen, der kann auch die 94 Quadratmeter große Nachbarwohnung kaufen und kommt dann auf 156 Quadratmeter – entsprechende Kapitalkraft vorausgesetzt. 

Wobei die beiden Bauträger im Wartestand auch auf die historisch niedrigen Zinsen verweisen: Das mache einen Kauf auch für Kapitalanleger interessant, die eine Fremdvermietung mit steuerlicher Abschreibung ins Auge fassen, bevor sie im Alter selbst dort einziehen.

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