Voßbeck-Kayser: Heute bereits erste Sitzung in Berlin

Die Familie war ihr Halt und Stütze im Wahlkampf und sei es bei der künftigen Aufgabe – das sagt Christel Voßbeck-Kayser. Sie stellte sich im Rathaus mit Sohn Hans Kayser, Tochter Maximiliane, Sohn Christoph und Schwester Edith Voßbeck. (v.l.). Foto: Bonnekoh

ALTENA -  „Das war doch wohl ein toller Abend?“, resümierte nach „kurzer Nacht“ die neue Altenaer CDU-Bundestagsabgeordnete Christel Voßbeck-Kayser. „Ich habe gut geschlafen, aber kurz.“ Als dann endlich gegen 3 Uhr in der Sonntagnacht klar gewesen sei, dass die CDU-Liste bis Platz 50 ziehe, sei sie „einerseits aufgekratzt gewesen, andererseits aber auch so müde, dass ich dann ins Bett gesunken bin.“

Bis zu diesem Zeitpunkt habe ja noch das endgültige Abschneiden der FDP auf der Kippe gestanden. Erst mit der Feststellung des vorläufigen amtlichen Wahlergebnisses sei dann auch das Warten zu Ende gewesen. „Bis dahin war ich immer noch vorsichtig“, räumte Voßbeck-Kayser ein. Die 52-jährige Evingserin ist die erste Altenaer Mandatsträgerin im Bundestag seit genau 30 Jahren. Damals schied Altbürgermeister Günter Topmann aus dem Parlament aus.

Bereits heute beginnt für die dreifache Mutter das „Tagesgeschäft Bundestag.“ Für 15 Uhr ist die erste CDU-Fraktionssitzung in Berlin angesetzt. „Ob ich mit dem Pkw oder der Bahn anreise, ich weiß es noch nicht.“ Dabei werde sie sich noch mit den weiteren vier südwestfälischen CDU-Abgeordneten absprechen, die ebenfalls in den Bundestags gewählt wurden. „Ich kenne die Kollegen aus dem Hochsauerlandkreis, Soest, Siegen und Olpe aus meiner Arbeit aus dem Bezirksvorstand.“ Sie sei froh, „dass mich deshalb sicherlich immer jemand an die Hand nimmt, um mich in die Gepflogenheiten in Berlin einzuführen“, sagte sie gut gelaunt.

Geht Christel Voßbeck-Kayser schon heute auf Wohnungssuche in Berlin? „Das lasse ich langsam und entspannt angehen.“ Sie habe Freunde und Verwandte in der Bundeshauptstadt, „die mir schon Quartier angeboten haben. Das wird sich finden.“

Noch immer „stürzt unheimlich viel auf mich ein“, sagte sie und hatte bereits gestern die Information, „dass die Sitzungswochen in Berlin im November turnusmäßig beginnen.“ Ob weitere Termine von Ausschüssen, Gremien oder dem Plenum im Oktober anstehen, „kann ich noch nicht sagen.“ So ein bisschen Auszeit, so ein bisschen Urlaub nach den stressigen Wahlkampfwochen würde sie sich aber wünschen. Ob sich das erfüllen lasse, werde man sehen.

Beim Märkischen Kreis, wo Christel Voßbeck-Kayser als Diplom-Sozialpädagogin in der Außenstelle Menden tätig war, wird ihre Tätigkeit in den kommenden vier Jahren ruhen. Sie muss ihren Stuhl also nicht räumen.

Was das Einrichten eines CDU-Büros vor Ort oder das Einstellen von Mitarbeitern angeht, auch das will wohl überlegt sein und Christel Voßbeck-Kayser will es nicht übers Knie brechen.

Sie freue sich auf ihre neue Aufgabe, die sie ab heute mit ganzem Elan und frohe

Von Johannes Bonnekoh

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