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Herkulesaufgabe Hochwasserschutz: SIHK fordert entschlossenes Handeln

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Von: Markus Wilczek

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Von dem Hochwasser im Juli 2021 wurde Altena unter den Kommunen im Märkischen Kreis am heftigsten getroffen. Die Beseitigung aller Schäden, hier ein Foto aus der Rahmede, wird noch Jahre dauern.
Von dem Hochwasser im Juli 2021 wurde Altena unter den Kommunen im Märkischen Kreis am heftigsten getroffen. Die Beseitigung aller Schäden, hier ein Foto aus der Rahmede, wird noch Jahre dauern. © Privat

Am Donnerstag jährt sich erstmals die Flutkatastrophe vom 14. Juli 2021, die in weiten Teilen des Märkischen Kreisen verheerende Schäden anrichtete. Am stärksten betroffen war die Stadt Altena.

Allein die Schäden an städtischem Eigentum liegen laut dem vom Land Nordrhein-Westfalen genehmigten Wiederaufbauplan bei mehr als 100 Millionen Euro.

Die Beseitigung aller Schäden wird noch Jahre dauern. Deshalb mahnt Ralf Stoffels, Präsident der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer (SIHK) kurz vor dem Jahrestag zu einem regionalen Schulterschluss.

Stoffels: „Nächste Flut kann schneller kommen, als man denkt“

Stoffels fordert ein entschlossenes und über Kommunal- und Kreisgrenzen hinweg koordiniertes Handeln für den künftigen Hochwasserschutz in Südwestfalen ein. „Die nächste Flut kann schneller kommen, als man denkt“, betont Stoffels. Die Erarbeitung einer solchen Strategie für die gesamte Region stelle eine Herkulesaufgabe dar.

„Nachdem in den Unternehmen der Fokus zunächst auf der unmittelbaren Gefahrenabwehr und anschließend dem schnellen Wiederaufbau lag, muss es jetzt darum gehen, den Schutz vor zukünftigen Starkregenereignissen deutlich zu verbessern. Dazu ist aber ein gemeinsames Handeln von Unternehmen, Kommunen, Kreisen und vielen weiteren Partnern erforderlich. Wir müssen für unsere Region das Thema Leben und Arbeiten am und mit dem Wasser neu definieren“, mahnt der SIHK-Präsident an.

Ausweichstandorte stehen nicht zur Verfügung

Dies gelte insbesondere vor dem Hintergrund der Situation, dass Ausweichstandorte in der Region nicht zur Verfügung stünden. Es müsse daher gelingen, Hochwasserschutz und eine dynamische Bestandsentwicklung von Unternehmen miteinander zu verknüpfen.

Viele der betroffenen Unternehmen hätten bereits Mittel aus dem milliardenschweren Wiederaufbauprogramm von Bund und Land erhalten, die unter Mitwirkung der IHKs beantragt werden. „Eine Beantragung der Mittel aus der Aufbauhilfe NRW ist noch bis zum 30. Juni 2023 möglich – übrigens auch in Kombination mit Versicherungsleistungen“, weist Christoph Brünger, SIHK-Geschäftsbereichsleiter „Interessen bündeln“, ergänzend auf ein wichtiges Datum hin und empfiehlt eine Kontaktaufnahme mit den SIHK-Experten zur Klärung der Förderbedingungen.

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