1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Altena

„Herausragende Leistung“: Dank nach Waldbrand-Einsatz am Hegenscheid

Erstellt:

Kommentare

Bedanken sich für die „herausragende Gemeinschaftsleistung“ bei der Brandbekämpfung am Hegenscheid: (von links) Klaus Knust, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Iserlohn, Michael Joithe, Bürgermeister der Stadt Iserlohn, Landrat Marco Voge und Kreisbrandmeister Michael Kling.
Bedanken sich für die „herausragende Gemeinschaftsleistung“ bei der Brandbekämpfung am Hegenscheid: (von links) Klaus Knust, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Iserlohn, Michael Joithe, Bürgermeister der Stadt Iserlohn, Landrat Marco Voge und Kreisbrandmeister Michael Kling. © Märkischer Kreis

Zwei Wochen sind mittlerweile vergangen seit dem Ausbruch des verheerenden Waldbrandes am Hegenscheid im Grenzgebiet zwischen Altena und Iserlohn. Für den Märkischen Kreis und die Stadt Iserlohn ist es nun an der Zeit, sich in einem offiziellen Schreiben bei allen Feuerwehr-Einsatzkräften, Hilfsorganisationen, bei der Polizei, dem Regionalforstamt Märkisches Sauerland und den Landwirten für die „herausragende Gemeinschaftsleistung“ rund um die Waldbrandbekämpfung zu bedanken.

Altena – Die Flammen breiteten sich an diesem Nachmittag des 20. Juli auf dem ausgetrockneten Waldboden rasend schnell auf eine Fläche von bis zu 150 000 Quadratmetern aus – das entspricht etwa 19 Fußballfeldern. Der Iserlohner Ortsteil Hegenscheid war massiv bedroht. Vorsorglich wurden rund 30 Personen aus ihren Wohnungen und Häusern evakuiert. In der Spitze waren mehr als 450 Kräfte im Einsatz, die der Waldbrand über mehrere Tage beschäftigte.

„Die Brandbekämpfung wurde vor allem durch die ungünstige topografische Hanglage erschwert“, erinnern Landrat Marco Voge und Iserlohns Bürgermeister Michael Joithe in dem Brief an den schwierigen Einsatz. „Um die Situation unter Kontrolle zu bringen, war ein außergewöhnlich großer Kräfte- und Materialansatz notwendig.“ Feuerwehrkräfte aus dem gesamten Kreisgebiet und dem Kreis Olpe wurden alarmiert. Hinzu kamen Kräfte der Polizei unter anderem mit zwei Löschhubschraubern und einem Wasserwerfer, des Technischen Hilfswerks, des Deutschen Roten Kreuzes, aus den Städten und Gemeinden des Märkischen Kreises, sowie vom Regionalforstamt Märkisches Sauerland (Wald und Holz). „Unterstützung gab es darüber auch von Landwirten aus der Region, die bei der Löschwasserversorgung halfen. Sie alle vereint sind ein ganz wichtiger Pfeiler des Bevölkerungsschutzes hier im Märkischen Kreis“, schreiben Voge und Joithe weiterhin.

Ein Übergreifen der Flammen auf die Gebäude im Ortsteil Hegenscheid konnte „dank der hervorragenden Zusammenarbeit aller Beteiligten verhindert“ und der Waldbrand zunächst eingedämmt und dann auch gelöscht werden. Landrat und Bürgermeister sprechen von einer „herausragenden Gemeinschaftsleistung“.

Der Einsatz konnte schließlich am Abend des 24. Juli beendet werden, nachdem auch die letzten Glutnester gelöscht waren. „Nur wenige Menschen können diesen Kraftakt bei extremen Temperaturen in unwegsamem Gelände nachvollziehen – und bewältigen“, loben Voge und Joithe die Einsatzkräfte.

Der Einsatz habe aber auch die Grenzen der eigenen Möglichkeiten aufgezeigt und dass die Feuerwehren im Märkischen Kreis einzeln, aber besonders gut auch zusammen funktionierten. „Wir können uns auf Sie alle verlassen und sind stolz auf Ihr Engagement“, schreiben Voge und Joithe gegen Ende des Briefes in direkter Ansprache an die Einsatzkräfte.

Angetrieben durch den Wind fraß sich das Feuer immer tiefer in den Wald hinein.
Angetrieben durch den Wind fraß sich das Feuer immer tiefer in den Wald hinein. © Wiechowski, Jona

Altenas Bürgermeister Uwe Kober hatten den vielen Einsatzkräften und Freiwilligen, „die so unermüdlich und engagiert geholfen haben, den Brand am Hegenscheid unter Kontrolle zu bringen“, bereits am zweiten Tag des Einsatzes über die Homepage der Stadt gedankt.

Wie es zu dem Großbrand, bei dem sich die Feuerwalze zunächst über Stunden unkontrolliert ausgebreitet hatte, kam, wird wohl ungeklärt bleiben. Die Brandermittler der Polizei fanden zwar heraus, dass die Flammen auf einer Fläche in der Nähe des Hegenscheider Weges ausbrachen und vermuten eine aus einem fahrenden Auto geworfene Zigarettenkippe als Auslöser, gesicherte Beweise gibt es für diese Theorie allerdings nicht.

Nach dem Waldbrand wird der Schaden ermittelt. Was dann mit der Fläche genau passiert, entscheidet der Waldbesitzer.

Auch interessant

Kommentare