Altenaer THW im Hochwassereinsatz

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Ein Umspannwerk schützen die Altenaer THW-Helfer in Parey an der Elbe (Sachsen-Anhalt). ▪

ALTENA ▪ Noch am Samstagnachmittag absolvierten die Mitarbeiter des Technischen Hilfswerkes (THW) ihren normalen Wochenenddienst. Kaum war der beendet, erfolgte gegen 17 Uhr der Sammelbefehl zum Ausrücken in die Hochwasserregion im Osten Deutschlands.

„Nach drei Stunden Schlaf waren wir direkt im Einsatz“, berichtet Frank Herbel, Ortsbeauftragter des THW Altena, via Telefon aus dem Katastrophengebiet. Um 4 Uhr in der Nacht auf Sonntag kamen die Helfer aus dem Märkischen Kreis in Parey an der Elbe (Sachsen-Anhalt) an.

Dort hieß es ab den frühen Morgenstunden ein Umspannwerk vor den Fluten zu schützen. „Gelingt das nicht, sind hier an die 300 Häuser ohne Strom“, beschreibt Herbel die brenzlige Lage. Gemeinsam mit der örtlichen Feuerwehr wurde die Aufgabe angegangen. Die Schwierigkeit ist dabei neben der Höhe des Wasserstandes vor allem der lange Verbleib der Scheitelwelle der Elbe. Mehrere Tage müssen die provisorischen Schutzwälle aus Sandsäcken halten.

Insgesamt 55 Helfer aus dem MK befinden sich jetzt im Landkreis Jerichower Land. „Die Stimmung unter den Einsatzkräften ist gut“, sagt Herbel, und ergänzt, dass die Anwohner alle Helfer mit belegten Broten und Getränken versorgen. Auch die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr klappe hervorragend. Untergebracht sind die THWler in einer örtlichen Sporthalle.

Die Dauer des Einsatzes konnte Herbel gestern noch nicht genau einschätzen. Vorläufig ist ein Einsatz bis zum Donnerstag geplant.

Derweil warten die Einsatzkräfte des DRK Ortsverbands Altena/Nachrodt-Wiblingwerde noch auf ihren Einsatzbefehl. „Die Wahrscheinlichkeit ist aber hoch, dass der noch kommt“, sagt Zugführer Alexander Fischer. Zu den zwei Einsatzeinheiten des DRK im Märkischen Kreis würden dann etwa 15 Helfer aus dem Ortsverein stoßen. ▪ David Schröder

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