Olaf Köster König der Evingser Schützen

Strahlendes Königspaar: Olaf Köster wählte Judith Schmitz zu seiner Mitregentin. So jung und sympathisch wie die Regenten selbst sind auch die Hofstaatpaare.

ALTENA -   Was für eine Hitzeschlacht: Über 30 Grad zeigte das Thermometer am Freitag (18. Juli) an, als sich die fünf Züge des Evingser Schützenvereins sternförmig zur Dorfmitte bewegten. Besonders bedauernswert waren die Mitglieder des erweiterten Vorstands, die im schwarzen Anzug schmoren mussten. Da hieß es nicht nur viel, sondern auch vernünftig trinken – Mineralwasser lief zum Schützenfestauftakt besonders gut.

Nach dem Platzkonzert vor der Kirche wurde der Schützenadler zum Kugelfang gebracht. Ab 15.08 Uhr wurde es dort spannend: Hauptmann Reinhard Gerdes gab (stellvertretend für den Bundespräsidenten) den ersten Schuss auf den Vogel ab – einer der schönsten weit und breit, wie die Schützen lobend erwähnten. Carsten Gluth (Adjudant) und der da noch amtierende König Michael Porsch gaben die nächsten Schüsse ab, die den stolzen Aar natürlich noch unbeeindruckt ließen. Dann brachten Musikkapellen nach und nach die einzelnen Züge zur Vogelstange.

Schützenfest Evingsen 2014

Dort sorgte Schießmeister Ruben Gerdes für Ordnung und Sicherheit – die disziplinierten Schützen machten es ihm und seinem Team leicht. Schnell entbrannte der Kampf um die ersten Insignien, der sich zunächst auf die Krone konzentrierte. Sie fiel nach nur 16 Minuten durch einen Schuss von Christoph Heer. Die beiden anderen Insignienschützen waren dann Andre Voss und Jens Weihl.

Um 16.08 Uhr war dieser Part des Schießens beendet, es begann die Suche nach Königsbewerbern. Das Preisschießen, das die Schießsportabteilung des Vereins in der Vergangenheit zur Überbrückung dieser Pause angeboten hatte, entfiel – die Resonanz sei immer schlechter geworden, hieß es am Rande des Festes.

Trotz mehrfacher Aufforderung fanden sich nur zwei Bewerber um die Königswürde: Reinhard Scheuermann (5. Zug) und Olaf Köster (2. Zug) traten zum sehr freundschaftlichen Wettkampf gegeneinander an. Ein roter Punkt markierte jetzt die Stelle des Adlers, die es zu treffen galt, um den von „Adlervater“ Gerd Steuber konstruierten Haltemechanismus zu lösen. Erst feuerten die beiden Bewerber wechselseitig zehn Einzelschüsse ab, dann halten Salven über den Festplatz. Mitglieder der Schießsportabteilung unterstützten die beiden Königsbewerber dabei. Trotzdem geriet der Vogel erst nach gutem Dutzend Schüssen ins Wanken, dann schwankte er mal nach hier und mal nach dort. 15.31 Uhr war es schließlich, als er aufgab und nach einer Salve für Olaf Köster endlich fiel.

Riesenjubel brandete daraufhin auf, auf Schultern wurde Köster aus dem Schießstand getragen. Viele Glückwünsche musste er auf dem Weg zum Thron entgegennehmen, wo er den Namen seiner Königin verriet: Judith Schmitz, eine der Töchter von Bürgermeister-Stellvertreterin Dr. Rita Rüth. - Thomas Bender

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