Stadtspitze und Rat bedanken sich:

Heiße Bratwurst zum Dank für heiße Einsätze

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Der Bürgermeister als Grillmaster - das ist ausgesprochen selten. So dankte er gestern "seiner" Wehr im Namen aller Altenaer.

Altena - Im Sommer des vergangenen Jahres brannte es ein halbes Dutzend Mal in Altena. Sowohl im Waldgebiet am Wixberg als auch am Hegenscheid musste die Feuerwehr Schwerstarbeit leisten. Gestern bedankte sich die Stadtspitze mit Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein, Kämmerer Stefan Kemper sowie der Rat, unter anderem vertreten durch Thorsten Janson, SPD, mit einem Familiengrillfest auf Rosmart bei Familien und Einsatzkräften. Dafür stellten sich alle an den Grill und bedienten die Blauröcke.

Ja: Das vergangene Jahr war für die Freiwillige Feuerwehr außergewöhnlich, aber der Einsatz der Leute war es auch“, bestätigte Stadtbrandmeister Alexander Grass gestern. In diesem Zusammenhang fügte Bürgermeister Dr. Andreas Holstein an, „dass wir froh sein können, so eine schlagkräftige Truppe in Altena zu haben.“ Aus diesem Grund haben Rat und Verwaltung der Stadt Altena gestern am Feuerwehrgerätehaus in Rosmart ein Dankeschön-Grillen für die Einsatzkräfte veranstaltet.

100 Gäste dabei

Dieses wurde durch mehr als 100 teilnehmende Kameraden der Feuerwehr gerne angenommen. Im Gespräch mit dieser Zeitung ließen einige von ihnen die großen Waldbrandeinsätze des Jahres 2018 am Wixberg und am Hegenscheid noch einmal Revue passieren. Mit dabei war auch Patrick Brachthäuser vom Löschzug 1, Mühlendorf. Neben den an sich schon hohen Temperaturen und der Hitze des Feuers sei auch das Gelände mit einem Gefälle von bis zu 70 Grad eine große Herausforderung für die Einsatzplanung gewesen. „Zudem sind die Brände innerhalb eines kleinen Zeitraums und zumeist zwischen 18 und 20 Uhr ausgebrochen“, so Brachthäuser. „Da haben sich die Kollegen schon gefragt, ob es noch dafür reicht, die Bratwurst auf der eigenen Terrasse zu essen oder ob nicht doch in der nächsten Minute der Brandmelder Alarm schlägt“, so der stellvertretende Leiter der Feuerwehr, Stefan Brockhaus.

Brockhaus dankt Familien

 Was die Feuerwehren des gesamten Kreises gegen die Waldbrände aufgefahren hätten, sei für alle eine Materialschlacht gewesen. „Sie müssen sich vorstellen, dass ein Feuerwehrmann draußen im Einsatz ist, abgelöst wird, schlafen geht und am nächsten Tag wieder in den Berg ausrückt. Das ging über Tage so und brachte die Feuerwehrleute körperlich an ihre Grenzen“, so Brockhaus. Der Einsatz am Wixberg im Juli vergangenen Jahres hat mehr als vier Tage gedauert. „Doch obwohl die Kollegen in dieser Zeit auf dem Zahnfleisch gingen, wurde niemand müde, weiterzumachen“, unterstrich Alexander Grass. „In dieser Zeit mussten Familien, Freunde und Partner zurückstehen“, so Pressesprecher Patrick Slatosch.

Arbeitgeber verständnisvoll

Auch dies dürfe nicht vergessen werden. „Von daher geht ein großer Dank an die Angehörigen, aber auch an die Arbeitgeber, die die Leute immer wieder für solche außergewöhnlichen Einsätze freistellen“, fügte Alexander Grass an. In einem Punkt hat der stv. Wehrleiter Stefan Brockhaus für sich schon mal eine Konsequenz gezogen: „Ich habe mir nach diesen Erfahrungen einen Gasgrill angeschafft.“ Im Falle eines Einsatzes lasse sich dieser in jedem Fall schneller abstellen.

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