"NRW ist stolz auf Altena"

Heimat-Ministerin Ina Scharrenbach eröffnet in Altena Begegnungszentrum „Freiheit 26“

+
Ministerin Ina Scharrenbach trug sich ins Goldene Buch ein. Altena ermunterte sie mit den Worten: "Weiter so!“

Altena - NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach eröffnete am Freitag das neue Integrations- und Begegnungszentrum „Freiheit 26“ im ehemaligen Gasthof Mythos an der Freiheitstraße.

In Anwesenheit vieler geladener Gäste sagte sie dabei: „Die Landesregierung NRW ist sehr stolz auf das, was Sie hier leisten. Glauben Sie mir, diesen Satz sage ich nicht oft.“ Aber für die Landesregierung sei spürbar, „sie wollen wachsen und sich entwickeln, Perspektiven bieten.“

Ins Goldene Buch trug sie sich mit den Worten: „Heimat zu gestalten, heißt den Willen, den Mut, die Zeit und Energie in Zukunft zu investieren. Heimat heißt auch, Menschen mitzunehmen in die eigene Kultur und Tradition. Weiter so!“

Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein hatte zuvor in einem kurzen Abriss das Projekt erläutert. Altena sei für die NRW-Regierung so etwas wie ein Sorgenkind, meinte er und spielte dabei unter anderem auf den Stärkungspakt an. Die Ministerin fiel ihm ins Wort und meinte scherzhaft, „sagen wir mal ein besonderer Kunde!“ Herzlich dankte das Stadtoberhaupt dem Land für Zuschüsse in Höhe von mehr als 500.000 Euro für das Projekt.

Freiheit 26 ist der Titel des neuen Integrations- und Begegnungszentrums, das gestern als Ehrengast Ministerin Ina Scharrenbach eröffnete.

In den Mittelpunkt seiner Ansprache aber rückte Hollstein die vielen ehrenamtlichen Helfer in der Flüchtlings- und Integrationsarbeit und die Gemeinschaftsarbeit am neuen Zentrums. „Ohne diese Menschen, die ab 2015 stark beansprucht worden sind, hätte das alles nicht geklappt.

Das Privileg, das Integration gelingen kann, ist nicht Verdienst der Verwaltung, sondern eindeutig das der Bürgerschaft.“ Flüchtlinge leisteten unter Anleitung mehr als 1 000 ehrenamtliche Arbeitsstunden, Fachhandwerker begleiteten sie und führten alle relevanten Arbeiten durch. Mit Paul Resch stellte Hollstein der Ministerin einen Handwerksmeister vor, der aus diesem Hilfspool sogar einen Auszubildenden für sein Unternehmen fand.

Eröffnung der Freiheit 26

Lisa Gudra, die Hollstein immer wieder als „Chefin des Hauses“ bezeichnete, führte den Gast aus Düsseldorf und alle Interessierten anschließend durch die Räumlichkeiten. Sie sollen bewusst auch für die Begegnung von Alt-Altenaern zur Verfügung stehen. Der Verwaltungschef hat die Idee, dass sprachgewandte Flüchtlinge bereits im Sommer den städtischen Info-Punkt im Haus besetzen sollen.

„Sprache lernt man am besten durch Kontakte“, sei das Konzept. Zudem kündigte er neue Projekte wie „Themenbezogenes Lernen“ in der Freiheit 26 an. Humorig berichtete er von Schmankerln auf der Baustelle, wie beispielsweise dem Zumauern eines alten Kamins. „Ich glaube, der ist jetzt nach syrisch-irakischen Kriterien hinter Putz verschwunden“, sagte er lachend. „Aber zu ist zu!“

Auch Kümmerer und Flüchtlinge waren anwesend.

Der Titel „Freiheit 26“ für das Haus gefalle ihr ausgesprochen gut, meinte die Ministerin. Sie zog Parallelen zur deutschen Nationalhymne und philosophierte über das Thema Freiheit im Allgemeinen. Altena habe seit 2000 mehr als 9,3 Mio. Euro Landesmittel für Projekte erhalten. Das seien Investitionen „in ihren Mut und ihre Kreativität.“ Vor der Eröffnung hatte Hollstein die Chance genutzt, der Bauministerin auch die Brache Schwarzenstein persönlich zu zeigen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare