Fahndungserfolg für die Polizei: Schmuck wieder da

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Schmuck-Designerin Gabriele Nimmernann (Mitte) ist froh. Dank der Ermittlungsarbeit von Kriminalkommissarin Katja Machelett und Kriminalhauptkommissar Hubert Ludwig bekommt sie bald ihren aus der Stadtgalerie gestohlenen Schmuck zurück.

ALTENA - „Ich hätte nicht gedacht, meine ,Kinder’ noch einmal wieder zu sehen. Haben Sie vielen Dank.“ – Herzliche Worte fand Dienstagnachmittag Schmuckdesignerin Gabriele Nimmermann auf der Polizeiwache Altena.

Der exclusive Silberschmuck, den die Altenaer Künstlerin in einer Gemeinschaftsausstellung mit Malerin Traute Kessler in der Stadtgalerie gezeigt hat, ist wieder da. „Es fehlt nur noch ein Stück“, sagte am Dienstag Altenas Polizeichef Matthias Radtke.

Seine Kollegin, Kriminalkommissarin Katja Machelett nahm kurz nach dem Bruch ins Haus Köster-Emden, der am 18. Oktober passierte, erneut einen Schmuckdiebstahl auf. „Und da ergab sich plötzlich eine Querverbindung“, drückte sich Radtke „aus letzten ermittlungstechnischen Gründen“ noch etwas nebulös aus. Die Spur führte zu einem Juwelier nach Lüdenscheid, dem der gestohlene Schmuck angeboten worden war und der ihn bereits an einen Kollegen in Duisburg weitergeleitet hatte. Dort seien die Kollegen quasi in letzter Minute aufgetaucht. Der Schmelzofen wäre schon in Bereitschaft gewesen. Weder für den Händler in Lüdenscheid noch in Duisberg nahmen die erfolgreichen Ermittler aber das Wort „Hehler“ in den Mund. Das treffe nicht zu. Beide hätten sehr kooperativ gehandelt und sofort mit der Polizei zusammen gearbeitet.

Als Haupttatverdächtiger gilt heute ein 26-Jähriger aus Altena. Ihm half offenbar ein 20-jähriger Bekannter bei der Tat. Beide seien polizeibekannt und keine unbeschriebenen Blätter hieß es am Dienstag. Der 26-Jährige habe den Diebstahl auch eingeräumt.

Die beiden Burgstädter hatten vor der Tat die Ausstellung besucht und dabei vermutlich ein Fenster manipuliert. Beide verewigten sich sogar im Besucherbuch, und zwar als Karl May und Gerd Müller.

von Johannes Bonnekoh

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