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Heftige Flutschäden: Zwei Spielplätze bleiben länger gesperrt 

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Von: Janine Tokarski

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Bleibt mehrere Monate gesperrt: Der Spielplatz am Hemecker Weg hat massive Schäden bei der Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 davongetragen.
Bleibt mehrere Monate gesperrt: Der Spielplatz am Hemecker Weg hat massive Schäden bei der Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 davongetragen. © Bender, Thomas

Zwei Spielplätze in Altena hat es besonders erwischt bei der Flut. Sie bleiben wohl noch Monate gesperrt. Derweil werden die Spielgeräte abgebaut - und ausgeschlachtet wie alte Autos.

Altena – Rutsche, Wippe, Klettergerüst: Nach und nach werden die Geräte auf dem Spielplatz am Hemecker Weg in den nächsten Wochen verschwinden – und anschließend ausgeschlachtet wie alte Autos. Die Flut hat vor allem die Fundamente der Spielgeräte massiv beschädigt, zu retten sind sie nicht. Doch einfach so komplett entsorgen will die Stadt sie auch nicht – und nutzt sie daher als Ersatzteil-Lieferanten für funktionstüchtige Geräte auf den Spielplätzen der Stadt, sagt Robert Groppe, Leiter des Baubetriebshofs.

Das Hochwasser hat den Spielplatz am Hemecker Weg, ebenso wie jenen an der Mittleren Brücke, massiv getroffen. Beide Areale mussten komplett gesperrt werden. Die einfache Regel: „Wenn man seine eigenen Kinder nicht dort spielen lassen würde, dann kann man auch keine anderen Kinder dort guten Gewissens spielen lassen“, sagt Groppe.

Bäume am Spielplatz gefällt

Bei einer Besichtigung des Spielplatzes am Hemecker mit Vertretern des Ordnungsamts stellten Mitarbeiter des Bauhofs fest, dass nicht nur die Geräte zu unsicher für die Kinder sind, sondern auch zig Mulden im Boden zu gefährlichen Stolperfallen werden können. Der Starkregen hatte das gesamte Gelände im Juli 2021 unterspült. Ebenso den Grund unter den Bäumen am Rand des Spielplatzes. Auch sie standen nicht mehr sicher und mussten gefällt werden.

Nötig sind daher am Hemecker Weg „umfangreiche Tiefbauarbeiten“, sagt Robert Groppe. Das ganze Gelände wird neu modelliert. Wann die Arbeiten starten können, ist noch unklar. Denn für den Start der Sanierung muss die Stadt auf grünes Licht aus Arnsberg warten. Der Spielplatz ist als „waschechter Flutschaden“, wie der Bauhof-Chef ihn bezeichnet, im Wiederaufbauplan vermerkt. Den Plan muss die Bezirksregierung nun prüfen und absegnen. Erst danach starten die Arbeiten. Daher ist auch völlig unklar, wann die beiden Spielplätze wieder eröffnet werden können. Aber Groppe weiß: „Es wird Monate dauern.“

Rund 50.000 Euro Kosten nur für Spielgeräte

Ähnlich schwierig sei es, die Kosten zu benennen, sagt der Bauhof-Leiter. Denn der Spielplatz ist nur ein Teil eines ganzen Pakets an Maßnahmen, die im Wiederaufbauplan stehen. Unter die Schadenssumme von 349 000 Euro, die die Stadt für diesen Bereich des Hemecker Wegs im Wiederaufbauplan angegeben hat, fallen auch diverse Arbeiten am und im Hemecker Bach selbst.

Allein für die neuen Spielgeräte rechnet Groppe mit einer Summe von etwa 50 000 Euro, weitere 65 000 Euro für die Geräte auf dem Platz an der Mittleren Brücke. Auch dort waren bei einer Kontrolle massive Schäden an tragenden Teilen und Fundamenten der Geräte festgestellt und der Spielplatz daraufhin Mitte Januar gesperrt worden.

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