Applaus vom Rat für Kämmerer Stefan Kemper und Team

Altenaer Haushalt 2016 ist ausgeglichen

+
Stadtkämmerer Stefan Kemper und Team glichen den Stadthaushalt 2016 aus.

Altena - „Klasse, dass wir das geschafft haben!“ – so kommentierte am Montag, 13. Februar,  vor dem Rat Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein den obligatorischen Finanzbericht von Kämmerer Stefan Kemper. Ihm den Weg geebnet hatte er ebenso blumig, als er sagte: „Heute können Sie, verehrte Damen und Herren des Rates, einmal die Taschentücher in der Tasche lassen“.

Denn das, was Kemper ausführte, war in der Tat dazu angetan, ein wenig Hoffnung zu schöpfen. „Auch wenn Sie sich bitte keinen Blütenträumen hingeben sollten“, mahnte der so Gelobte schließlich selbst.

In seinem Rückblick auf die vergangenen Monate sprach er von „einem moderaten Wachstum“, das auch auf die Stadt durchschlage. Der Arbeitsmarkt habe sich gut entwickelt, „wir haben vor Ort sogar einen historischen Tiefstand an Arbeitslosen.“

Dann ging es Schlag auf Schlag: Eingebettet in farbige Folien streifte Kemper den Jahresabschluss 2015, der kurz vor der Fertigstellung sei. Hier bleibe man entgegen anderslautender Prognosen bei einem Defizit von „unter drei Millionen Euro.“ 

2016 – und da ging durchaus ein Raunen durch den Ratssaal –, erwartet der oberste Kassenhüter der Stadt „deutlich verbesserte Steuereinnahmen“. Sein Dank ging ausdrücklich auch Richtung Land, das die Auszahlung der Stärkungspaktmittel in Höhe von 2,1 Euro wie vereinbart auf den Weg gebracht habe und er sprach von einem merklichen Anziehen der Gewerbesteuer.

Gewerbesteuer zieht an

Auch die Grundsteuer B hat sich nach der vom Sparkommissar verordneten Anhebung „deutlich nach oben verschoben“. Altena habe wesentliche Einsparungen im Bereich der Straßenunterhaltung und der Abwasser-Erstattung vorzuweisen. 

Unter Abwägung all dieser Zahlen schrieben Kemper und sein Team erstmals seit Jahren eine schwarze Zahl, nämlich ein Plus von 50.000 Euro. „Damit ist ein Haushaltsausgleich hergestellt“, führte er aus. 

Wermutstropfen bleibt natürlich die erhebliche Belastung der Hausbesitzer mit der Grundsteuer-B-Abgabe. Kemper sprach hier von einer Schieflage, die er sogar an Hand von Zahlen republikweit und nicht nur auf NRW-Ebene belegen konnte.

Es gibt eine Schieflage

Hollstein: „Ich danke für diese homöopathischen Dosen des Kämmerers. Unser Auftrag als Rat ist weiterhin, den Haushalt zu konsolidieren und später dann – wie parteiübergreifend versprochen – den Bürger wieder zu entlasten.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare