Ein Haus für ganz besondere Seniorenarbeit

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Pfarrer Dr. Dietmar Kehlbreier bedankte sich bei Rahmeder Hauptschülern für ihr Mitwirken mit einem leckeren Kuchen.

ALTENA Es gab viel Beifall, und es gab Schokoladenkuchen. Am Montag, 15. April ist die Begegnungsstätte „Altes Pfarrhaus“ am Kirchplatz neben der Lutherkirche eröffnet worden.

Dabei herrschte gemütliche Enge in den zwei Räumen, die in der ehemaligen Diakoniestation geschaffen worden sind. Hier ist nach etwa einjähriger Renovierungszeit ein neuer Treffpunkt in zentraler Lage entstanden.

Aus der Taufe gehoben wurde er in einer Gemeinschaftsaktion der Evangelischen Kirchengemeinde, des Ellen-Scheuner-Hauses und der Diakoniestation, die hier früher ihren Sitz hatte. Zur Eröffnung waren auch die Bundestagsabgeordnete Dagmar Freitag, Landtagsabgeordneter Michael Scheffler, Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein und als Geschäftsführer der Diakonie Mark/Ruhr Pfarrer Martin Wehn gekommen.

Dass hier im Schatten der Lutherkirche ungewöhnliche Wege beschritten werden, wurde in mehreren Grußworten gelobt. Im Mittelpunkt sollen von Anfang an alte Menschen stehen, unterstrich zum Beispiel Pfarrer Dr. Dietmar Kehlbreier. „Die Senioren sollen dieses Haus besitzen. Es wird an ihnen liegen, was hier passiert.“ Man könne hier literarische oder kreative Angebote schaffen, oder auch einfach eine Möglichkeit, in kleinerer Gesellschaft einen Geburtstag zu feiern. Ideen für Gruppen und Angebote seien also jetzt gefragt.

Grundsätzlich verfolgen die drei Gründungspartner das Ziel, „den alten diakonisch-kirchlichen Geist des Hauses zu erhalten.“

Dienstags und donnerstags wird es zum Beispiel Sprechstunden der Diakoniestation geben. Als erste feste Gruppe ist das „Netzwerk für Demenz“ im alten Pfarrhaus eingezogen, das aus der eigentlichen Demenzgruppe und der Angehörigengruppe besteht. Pflegende Angehörige können hier einmal eine kleine Auszeit in Anspruch nehmen.

Mehrfach kam bei der Einweihungsfeier die Rede auf Schüler der Hauptschule Rahmede. Sie hatten tatkräftig mitgeholfen bei der Renovierung der Räume und zum Beispiel den Anstrich übernommen. Dafür gab es als symbolisches Dankeschön dann den Schoko-Kuchen.

von Thomas Keim

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