Hauptschulleiterin Helma Leidag im Ruhestand

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Helma Leidag feierte ihren letzten Tag als Schulleiterin der Hauptschule Rahmede und bedankte sich bei ihren Gästen.

Altena - In den Ruhestand verabschiedete sich am Freitag, 30. Februar, Helma Leidag, Leiterin der Hauptschule Rahmede. Im Restaurant „Zum Markgrafen“ begrüßte sie zahlreiche ihrer über Jahre treuen Wegbegleiter.

Und diese verglichen Leidag mit einer Kapitänin, die nun ihr Schiff verlässt, oder mit einer Lokführerin, die aus dem Zug aussteigt.

Leidag beschrieb den Ruhestand, der jetzt vor ihr liegt, als ein Kofferpacken: „Der Koffer ist noch leer und neu und zum Aufbruch in die neue Lebensphase bereit.“ Alles was in Zukunft zu lernen, zu erarbeiten und zu erforschen sei, wandere erstmal in diesen Koffer. „Was zu schwer ist oder nicht passt, fliegt aber auch wieder raus.“ Jedenfalls werde vieles neu sein, eine Leere befürchte sie deshalb nicht.

Leben und vor allem arbeiten heiße lernen, sagte Leidag in ihrer Ansprache. Dabei hätten zahlreiche Kollegen und Weggefährten sie täglich begleitet. „Erfolge resultierten nicht nur aus meiner eigene Leistung, sondern aus der Zusammenarbeit und der Unterstützung, auf die ich mich immer verlassen konnte“, sagte die Schulleiterin. Seit 1997 hat sie dieses Amt an der Hauptschule am Nüggelnstück inne und ist im Laufe der Jahre vielen Menschen begegnet. Neben Eltern und Schülern auch Kollegen und Kooperationspartnern auf der Verwaltungsebene. Mit der Stadt Altena, dem Schulamt des Märkischen Kreises und der Bezirksregierung Arnsberg habe sie immer gut und meist einvernehmlich zusammenarbeiten können.

Christoph Hermey, Schulfachlicher Dezernent bei der Bezirksregierung, konnte das nur bestätigen und verglich Leidag mit der Kapitänin eines Schiffs. „Die Kapitänin geht jetzt von Bord. Jahrelang hattest du, Helma, die Ruder in der Hand. Hast deiner Mannschaft Sicherheit gegeben und mit Weitblick und präziser Navigation dein Schiff auf Kurs gehalten“, zeichnete Hermey den Gästen das Bild von der engagierten Schulleiterin. „Klippen und Stürme hast du umfahren.“ Als erste und wichtigste Ansprechpartnerin zu allen Belangen der Hauptschule sowie als Ratgeberin und Unterstützerin habe sie ihm in der Bezirksregierung gegolten.

Winfried Becker, Schulrat im Märkischen Kreis, blickte auf Helma Leidags Berufsleben zurück – unter anderem auf Stationen an der Hauptschule Stadtpark in Lüdenscheid und in der Lehrerfortbildung des Märkischen Kreises. Als Schulleiterin an der Hauptschule Rahmede habe sie auch mal Tacheles geredet und immer die Wahrheit gesagt – „aber immer für die Sache und mit den Schülern im Blick“, sagte Becker. Mit Herz und Verstand sei sie ihrer Arbeit nachgegangen und habe immer klare Kante bewiesen. „Mit dir verliert Altena auf jeden Fall eine tolle Schulleiterin. Es ist schade, dass die Schule ihre Pforten in 2016 schließen wird.“

Viele Geschenke, Umarmungen und warme Worte bekam Leidag von allen Seiten. Von dem noch bestehenden Kollegium gab es dazu ein selbstgebasteltes Modell eines Zuges. Als Lokführerin habe sie den „GHS Rahmede-Express“ – die Schule – als Lokführerin durch Berg und Tal und auf oft kurven- und hindernisreichen Strecken gelenkt. Viele Menschen seien immer wieder zu- und ausgestiegen. Für die neue Reise in den Ruhestand wünschten alle Lehrer gute Reise.

Stefan Kemper, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, wünschte auch im Namen von Dr. Andreas Hollstein alles Gute. Einige weitere Ansprachen und zahlreiche gute Wünsche schlossen sich an, bevor alle gemeinsam zu Mittag aßen. Helma Leidag war sichtlich gerührt.

Von Kristina Köller

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