Hauptschule Rahmede mit vorzüglich bewertet

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Gemeinsam sind sie stark: Schulleiterin Helma Leidag baut auf die Zusammenarbeit zwischen Lehrern, Schülern und dem Lehrerkollegium.

ALTENA - Nach und nach werden in NRW die Schulen unter die Lupe genommen – die Hauptschule Rahmede hat die amtlich verordnete Qualiätsanalyse schon hinter sich und kann zufrieden sein. Unterm Strich bekam sie so etwas wie eine glatte Zwei.

Schulleiterin Helma Leidag informierte gestern zusammen mit Elternvertreterinnen und Mitgliedern des Lehrerkollegiums über das erfreuliche Ergebnis. Zu genau 28 Punkten gaben die Mitglieder des Qualitätsteams eine Bewertung ab, acht mal gab es ein „vorzüglich“. Was auch ein Lob an die Stadt ist, wie Leidag gestern betonte: Der gute bauliche Zustand der in den letzten Jahren umfassend renovierten Gebäude sei ebenso positiv aufgefallen wie die „Wohlfühlatmosphäre“ in Klassen- und Gemeinschaftsräumen.

Bestnote für Beratung

Auch für Beratung und Betreuung der Schüler gab es die Bestnote. Positiv fiel den Testern auch auf, dass die Schule insgesamt stetig und sehr gezielt an ihrer Weiterentwicklung arbeitet.

Wo Licht ist, ist auch Schatten – beim „schüleraktivierenden Unterricht“ sehen die Mitglieder des Qualitätsteams noch Verbesserungsbedarf. Ihnen geht es darum, Schüler so zum selbstständigen Arbeiten anzuleiten, dass unterschiedliche Lern- und Wissensstände berücksichtigt werden.

Diese Kritik nehme das Kollegium durchaus ernst, betonte gestern die stellvertretende Schulleiterin Ulrike Busse. Hier habe man auch vorher schon Verbesserungsbedarf gesehen und nach Mechanismen gesucht, wie Lehrer voneinander profitieren können. Dazu dienten zum Beispiel gegenseitige Hospitationen, bei denen die Frage nach kooperativen Lehrformen immer wieder eine Rolle spiele.

Die Qualitätsanalyse sei ein langwieriger Prozess, schilderte Helma Leidag. Die Schule wird drei Monate vor dem Besuch des Qualitätsteams informiert, muss Unterlagen wie ihr Schulkonzept oder die Stundenpläne vorlegen. Vier Wochen vor dem eigentlichen Besuch stellt sich das Qualitätsteam Schülern Eltern und Lehrern vor und erklärt das Verfahren. Den Schwerpunkt bildet dann ein drei- bis viertägiger Besuch der Schule, bei dem der Unterricht von wenigstens der Hälfte der Lehrer begutachtet wird. Es werden außerdem Gespräche mit allen am Schulleben Beteiligten geführt – anderthalb Stunden hätte allein ihr Termin mit dem Qualitätsteam gedauert, berichteten gestern die Elternvertreterinnen Claudia Grotensohn, Nicole Kowitz und Dorothea Wieczorek.

Ihren Prüfern Andreas Kremer und Rosemarie Thon zollten die Lehrer gestern großes Lob: „Wir haben uns schon gefragt, wer da wohl kommt“. Es habe sich aber schnell herausgestellt, dass beide einen großen Praxisbezug haben und nicht aus der Schreibtisch-Perspektive urteilen.

Großen Praxisbezug

Ob die Ergebnisse der Analysen veröffentlicht werden, entscheidet jede Schule für sich – für die Rahmeder war das natürlich keine Frage. Weil es keine wirkliche Gesamtnote gibt, lassen sich die Qualitätsberichte einzelner Schulen nur schwer miteinander vergleichen. Es handelt sich deshalb eher um Handlungsempfehlungen für die Schule selbst als um Entscheidungshilfen für Eltern, die die für sie optimale Schule suchen.

von Thomas Bender

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